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Sonntagsführung durch die Sonderausstellung „Gerhard Kurt Müller. Maler / Bildhauer / Zeichner“

Lindenaumuseum Altenburg (Foto: der uNi)


Hiermit möchten wir Sie auf die letzte Sonntagsführung durch die Sonderausstellung „Gerhard Kurt Müller. Maler / Bildhauer / Zeichner“ (bis 7.10.18) hinweisen, die am 16.9.2018 um 15.00 Uhr im Lindenau-Museum stattfindet. Durch die Ausstellung führen wird die Wissenschaftliche Volontärin Laura Rosengarten. Sie hat die Schau in Zusammenarbeit mit dem Kurator Dr. Benjamin Rux umgesetzt.

Gerhard Kurt Müller (geb. 1926) gilt als letzter noch lebender Vertreter der „alten“ Leipziger Schule. Müller, der dieses Jahr seinen 92. Geburtstag feiert, lernte (1948 – 1952) und lehrte (1954 – 1968) an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). Von 1964 bis 1966 leitete er die heute international renommierte Kunsthochschule als Rektor. Gemeinsam mit Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke prägte Müller die HGB in den turbulenten 1960er-Jahren maßgeblich. 1968 verließ er die Hochschule jedoch, arbeitet seither freischaffend als Maler und Grafiker, und widmet sich seit 1973 auch der Bildhauerei. Seine Kunst zeichnet sich durch eine originäre, eindringliche Bildsprache aus, die in sich die beiden Extreme der teils überbordenden Geometrie seiner Gemälde und des Purismus seiner Holzskulpturen vereint. Die mangelnde öffentliche Wahrnehmung dieser außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit heute hängt gewiss mit seinem Weggang von der Hochschule Ende der 1960er-Jahre zusammen. Die von staatlicher Seite an die Institution getragenen kunstpolitischen Erwartungen widersprachen jedoch fundamental Müllers eigenen Vorstellungen eines freien künstlerischen Schaffens. Neben Leipzig war Gerhard Kurt Müller seither mehrfach in Thüringen tätig. Von einem Arbeitsaufenthalt im unweit von Altenburg gelegenen Posterstein in den 1970er-Jahren zeugen etwa das Gemälde „Abziehendes Gewitter über Posterstein“ (1976) und die annähernd lebensgroße Holzskulptur „Postersteiner Knabe“ (1977/78). Zeitweise war Müller zudem von 1981 bis 1985 in Friedrichsdorf bei Erfurt tätig.

Mit dieser großangelegten Schau würdigt das Lindenau-Museum Altenburg sein umfängliches und vielseitiges Lebenswerk. Sie versammelt rund 140 Werke unterschiedlicher Techniken aus dem Zeitraum von 1952 bis 2015. Schwerpunktmäßig werden 30 Gemälde, 22 plastische Arbeiten (Holzskulpturen und Bronzegüsse) und 62 Zeichnungen gezeigt. Darunter die zu Henri Barbusses „Le feu“ (dt. „Das Feuer“) geschaffenen 44 Zeichnungen des Zyklus „La Grande Guerre“ von 2003. In Feder, Ölpastell und Aquarell gefertigt, enttarnt Müller in ihnen das sich hinter Masken verbergende Böse in schonungslosem Duktus und apokalyptisch-düsterer Farbgebung. Zahlreiche Leihgaben stammen aus privaten und öffentlichen Sammlungen. Das Gros der Exponate wird durch die Gerhard-Kurt-Müller-Stiftung gestellt. Hinzu kommen Leihgaben des Museums der bildenden Künste (Leipzig), der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, des Angermuseums Erfurt, der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg und Werke aus Privatbesitz.

 

TERMIN

Sonntag, 16.9.2018, 15 Uhr, Lindenau-Museum Altenburg

„Gerhard Kurt Müller. Maler / Bildhauer / Zeichner“

Führung mit Laura Rosengarten

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