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Theatertipps zum Wochenende 12. bis 14. Januar 2018 in Altenburg

Rotkäppchen,
Lys Schubert spielt in der Inszenierung
von Lutz Großmann und in der
Ausstattung von Marianne Hollenstein
(Foto: Stephan Walzl )

Mit „Rotkäppchen“ beginnt das Jahr am Samstag, 13. Januar, um 16 Uhr im Theater unterm Dach Altenburg für die jüngsten Theaterfreunde. Lys Schubert spielt das Märchen der Brüder Grimm für Kinder ab 4 Jahre.

 Heiter startet das Schauspielensemble am Samstag, 13. Januar, um 19.30 Uhr im Heizhaus Altenburg mit der französischen Komödie „Venedig im Schnee“ ins Jahr 2018. Erleben Sie einen ausgefallenen Abend im Wohnzimmer eines Paares mit, das kurz vor der Hochzeit steht. Die Gäste, die der Hausherr überraschend eingeladen hat, mischen schließlich die Party auf. Es spielen Ines Buchmann (Nathalie), Nolundi Tschudi (Patricia), Maximilian Popp (Christophe) und Thorsten Dara (Jean-Luc). Die Vorstellung ist bereits fast ausverkauft.

Die ersten Opernvorstellungen im Jahr 2018 bei Theater&Philharmonie Thüringen sind Giuseppe Verdis „Rigoletto“ am Samstag, 13. Januar, um 19.30 Uhr im Großen Haus Gera und Carl Maria von Webers „Der Freischütz“am Sonntag, 14. Januar, um 14.30 Uhr im Landestheater Altenburg. Zugleich sind diese Vorstellungen die letzten für die beiden Inszenierungen.

Kay Kuntzes Inszenierung der Verdi-Oper in der Ausstattung von Duncan Hayler gehörte seit Oktober 2015 zum Repertoire in Altenburg und Gera. Bruno Berger-Gorskis Inszenierung in der Ausstattung von Knut Hetzer hatte im Mai 2016 Premiere.

Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner.

Um den Herzog von Mantua und dessen dekadente Hofgesellschaft zu unterhalten, kennt der bucklige Hofnarren Rigoletto keine Skrupel. So führt er ihm nur allzu bereitwillig die Töchter der vornehmen Gesellschaft zur Verführung zu. Seine vergötterte Tochter Gilda dagegen verbirgt er vor der bösen Welt, hält sie fast wie eine Gefangene im Versteck. Doch es kommt zur Begegnung Gildas mit dem Herzog von Mantua…. Die leichtsinnig-draufgängerische Canzone des Herzogs (»La donna è mobile«) wird zur Schicksalsmelodie für alle drei Protagonisten.

Nur ein einziger Probeschuss trennt den Jägerburschen Max von seinem großen Glück: Wenn ihm dieser gelingt, wird ihm vom Erbförster Cuno die Hand seiner geliebten Agathe gewährt. Um den Teufelskreis aus Angst und Versagen zu durchbrechen, sucht er sich Hilfe bei dem Jäger Caspar. Der rät ihm, des Nachts in der Wolfsschlucht beim schwarzen Jäger Samiel sieben Freikugeln zu gießen. Doch der Pakt mit dem Teufel will ein bitteres Ende nehmen… Die Partie des Max übernimmt in dieser Vorstellung Jürgen Müller als Gast. Der Tenor, der auf den großen Bühnen zu Hause ist, hat die Partie beispielsweise bereits an der Volksoper Wien gesungen. Ende der 80-iger Jahre war Jürgen Müller in Gera engagiert.

Seit seiner Uraufführung 1821 gilt Carl Maria von Webers (1786-1826) Freischütz als Inbegriff der deutschen romantischen Oper. Der Wald als

DER FREISCHÜTZ
Oper von Carl Maria von Weber
Anne Preuß (Agathe)
Herren des Opernchores
(Foto: Sabina Sabovic;)

Handlungsraum ist zugleich ein Ort fröhlichen Jagdtreibens und geheimnisvoller, bedrohlicher Mächte. So bewegt sich die Musik zwischen volkstümlicher Heiterkeit und dämonischer Finsternis.

Im 3. Kammerkonzert am Sonntag, 14. Januar,  um 11:00 Uhr im Logenhaus Altenburg unternehmen die Sopranistin Ina Westphal, Kathrin Osten an der Flöte, Uwe Knaust an der Klarinette, Tobias Meier am Fagott und Olaf Kröger am Klavier mit einer Tour de France einen musikalischen Streifzug durch unser Nachbarland. Während das rege Musikleben im Deutschland des 19. Jahrhunderts mit Größen von Schumann bis Wagner dem fleißigen Konzertbesucher nur allzu vertraut sein dürfte, überrascht ein Blick nach Frankreich mit weniger bekannten, doch umso reizvolleren Kompositionen. Die dortige Kulturszene war schon immer eng verwoben mit ihren europäischen Nachbarländern und hat eine spannende Eigendynamik entwickelt.

Auf diesem musikalischen Streifzug führen die Musiker durch ein Frankreich der Romantik von George Bizet mit einer Arie aus seiner Oper Die Perlenfischer bis hin zu Camille Saint-Saëns, dessen frühes Werk Tarantelle mit seinem unheimlichen, tänzerischen Charakter als seine erste musikalische Darstellung eines Tieres gelten dürfte. Auch Hector Berlioz, der sich entgegen dem Trend der Nationalbewegungen des 19. Jahrhunderts als Europäer verstand, sowie André Caplet gestalteten die französische Musiklandschaft eindrucksvoll: In ihren Gedichtvertonungen von Théophile Gautier und Victor Hugo erzählen sie vom „Geist der Rose“ und von der „unsichtbaren Flöte“. Deutlich zeichnet sich hier schon das Genre des französischen Chansons ab, das im 20. Jahrhundert zu dem musikalischen Markenzeichen unseres Nachbarlands werden sollte.

Die erste Premiere des Schauspielensembles im Jahr 2018 ist am Sonntag, 14. Januar, um 18 Uhr ELLING in der Bühne am Park Gera. Johannes Emmrich und Ioachim Zarculea spielen Elling und Kjell Bjarne, zwei junge Männer, die einen Großteil ihres bisherigen Lebens in der Psychiatrie verbrachten und nun  ins „normale“ Leben integriert werden sollen.  Der erste Schritt dazu ist eine eigene Wohnung. Beide  haben mit allerlei Problemen und ihren persönlichen Ticks zu kämpfen. Nach und nach gelingt es dem ungleichen Duo immer besser, sein neues Leben selbständig zu meistern: Während Kjell Bjarne mit der hochschwangeren Nachbarin anbändelt, verfasst Elling Gedichte, die er auf Sauerkrautpackungen im Supermarkt klebt. So finden beide ihren ganz speziellen Umgang mit dem Leben „da draußen“.

Die Komödie von Axel Hellstenius basiert auf dem Roman Blutsbrüder des norwegischen Autors Ingvar Ambjørnsen (*1956). Mit Witz und voller Hoffnung erzählt Elling vom Festhalten und Loslassen und von der Suche nach einem Platz in der Gesellschaft.

Caro Thum inszeniert das Stück für Menschen ab 14 Jahren in der Ausstattung von  Anike Sedello.

In weiteren Rollen Michaela Dazian und Manuel Struffolino. Für die musikalische Einrichtung ist Olav Kröger verantwortlich.

Knapp eine Woche vor der Geraer Premiere von Tennessee Williams Stück ENDSTATION SEHNSUCHT lädt Dramaturgin Svea Haugwitz zur MATINEE am Sonntag,  14. Januar, um 11:00 Uhr in den Chorsaal (Eingang Großes Haus) ein. Dort können Interessierte vorab mehr zur Inszenierung erfahren. Zudem werden einige Szenen gezeigt. Der Eintritt ist frei. Das Drama beschreibt die Flucht einer Verzweifelten in den Wahnsinn. Als soziale und psychologische Studie verfolgt es die Selbstzerstörung Blanches.

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, telefonische Reservierungen unter 03447-585177 oder 0365-8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de

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