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Theatertipps zum Wochenende 2. bis 4. November in Altenburg


Am Samstag, 3. November, um 19.30 Uhr kann man auf der Bühne des Landestheaters in der Schauspiel-Symphonie nach Vicki Baums Bestseller-Roman aus dem Jahr 1929 „Menschen im Hotel“ begegnen. Das Schauspielensemble agiert begleitet von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera unter Leitung von Schauspielkapellmeister Olav Kröger. Manuel Kressin schuf die Stückfassung und führte Regie.

In diesem Hotel treffen Schicksale auf engem Raum aufeinander: Es wird geliebt, gehandelt, gestohlen, geredet und manchmal auch gestorben. Primaballerina Grusinskaya (Vanessa Rose), einst umjubelt, ist nun nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Sie lechzt nach Aufmerksamkeit und kann in ihrem Leben keinen Sinn mehr finden. Da begegnet ihr Baron Gaigern (Danijel Gavrilovic) und sie verbringt eine Liebesnacht mit ihm. Der verarmte Adelige aber hat ursprünglich ganz andere Pläne in dem Hotel verfolgt … Unterdessen trifft der todkranke Buchhalter Kringelein (Thomas C. Zinke) auf den morphiumsüchtigen Dauermieter Dr. Otternschlag (Bruno Beeke). Der eine hungert danach, die große Welt zu erleben, der andere ist vom Dasein gelangweilt. Dem Unternehmer Preysing (Thorsten Dara) schwimmen unterdessen die Felle weg und er sucht Trost in den Armen der Sekretärin auf Zeit, Fräulein Flamm (Nolundi Tschudi)…

In der Reihe „Wider das Vergessen“ hat Theater&Philharmonie Thüringen Udo Zimmermanns Kammeroper für 2 Sänger und 15 Instrumentalisten „Weiße Rose“ in der Neufassung von 1985 in den Spielplan genommen. Das Libretto schuf Wolfgang Willaschek. Jetzt kommt die erfolgreiche Inszenierung nach Altenburg. Premiere im Heizhaus ist am Sonntag, 4. November, um 18 Uhr.

Die musikalische Leitung hat Takahiro Nagasaki. Regie führte Juliane Stephan. Bühne und Kostüme entwarf Ronald Winter. Als Hans und Sophie Scholl sind zwei junge Sänger zu erleben: Florian Neubauer (aus dem Thüringer Opernstudio) und Yuko Hayashi (Studentin der Weimarer Musikhochschule).

Ab Sommer 1942 verbreitete die studentische Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ im süddeutschen Raum Flugblätter gegen Hitler und das nationalsozialistische Regime. Sie forderte darin zunächst zum passiven Widerstand auf, aber schon bald auch zum Sturz der Regierung. Die Flugblätter waren mehr als nur ein Aufstand des Gewissens. Sie waren politisch hoch motiviert und entstanden aus der Überzeugung heraus, dass man nicht mehr schweigend zuschauen dürfe, sondern Widerstand gegen das verbrecherische System leisten müsse. Die fünf Münchner Studentinnen und Studenten sowie ihr Professor bezahlten diese Überzeugung mit ihrem Leben. Sie wurden 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Udo Zimmermanns (*1943) facettenreiche Partitur bewegt sich zwischen musikalischem Aufschrei und innerer Stille. Die Uraufführung fand 1986 in Hamburg statt; seitdem gehört das Werk zu den erfolgreichsten deutschen Nachkriegsopern.

Karten an der Theaterkasse, telefonische Reservierungen unter 0365-8279105 oder 03447-585160, online buchen unter www.tpthueringen.de

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