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Volkmar Vogel, parlamentarischer Staatssekretär des BMI, besuchte Burg und Herrenhaus Posterstein

Volkmar Vogel (Mitte) mit Postersteins Bürgermeister Stefan Jakubek (links) und Museumsdirektor
Klaus Hofmann (Foto: Schloss Posterstein)


Volkmar Vogel, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, besuchte am Freitag, 28. Februar, die Foto-Ausstellung „Landschaft nach der Wismut – Fotografie von Karl-Heinz Rothenberger“ im Museum Burg Posterstein.

Gemeinsam mit Wismut-Geschäftsführer Dr. Michael Paul, Museumsdirektor Klaus Hofmann, Bürgermeister Stefan Jakubek und Herrmann Marsch, dem Vorsitzenden des Fördervereins Burgberg Posterstein, sah er sich auch die 800 Jahre alte Burg und das neu sanierte Herrenhaus Posterstein an.

Die Ausstellung „Landschaft nach der Wismut“ mit Schwarz-Weiß-Fotografien von Karl-Heinz Rothenberger zeigt von der Wismut geformte Landschaften und die ehemaligen Tagebau-Orte zwanzig Jahre nach dem Ende des Uranbergbaus. Insgesamt 14 Mal besuchte der Landhuter Fotograf die Ronneburger Region, um mit einem Blick von außen die Entwicklungen fotografisch zu dokumentieren. Die Ausstellung ist noch bis 10. Mai 2020 zu sehen.

Eine weitere Station des Besuchs war das Herrenhaus Posterstein. Seit 2015 konnte es von der Gemeinde Posterstein und dem Förderverein Burgberg Posterstein e.V. schrittweise saniert werden. Das Konzept „Gemeinsam nicht einsam – Neues Leben auf dem Land“ möchte dazu beitragen, den ländlichen Raum lebenswerter zu gestalten. Inzwischen sind die acht neu entstandenen Wohnungen im Obergeschoss des historischen Gebäudes vermietet, es gibt Fitness- und Therapieräume, eine Ferienwohnung mit wunderschöner Aussicht auf die Burg, eine lokale Mitfahr-Zentrale, Arbeitsgruppen mit aktiven Bürgern und das neu eröffnete Café „Zur eisernen Bank“ – eine wirkliche Bereicherung für Posterstein!

Trotzdem gibt es mit dem barrierefreien Ausbau der Burg und dem Wiederaufbau des ruinösen Nordflügels sowie der weiteren Platzgestaltung des Burgbergs noch genügend Potential für zukünftige Projekte.

Seinen Besuch schloss der parlamentarische Staatssekretär mit einer interessanten Gesprächsrunde zur Entwicklung des ländlichen Raums ab.

++Hintergrund zur Ausstellung „Landschaft nach der Wismut“:++

Bis 1998 wusste Karl-Heinz Rothenberger nichts vom Uranabbau in Sachsen und Thüringen und dessen Bedeutung für das sowjetische Atomprogramm während des Kalten Krieges im letzten Jahrhundert.
Der Fotograf besuchte erstmals die „Wismutlandschaft“ im April 1998 im Rahmen einer Ärzte-Tagung in Gera. Beeindruckt von der Herausforderung der Sanierung begab er sich bis Oktober 2019 insgesamt über vierzehnmal auf Exkursion, jeweils mit kundiger Führung durch einen Vertreter der Wismut GmbH.

Sein unvoreingenommener fotografischer Blick ist deshalb die Sicht von Außen auf die in ihrer Dimension bisher einmalige Sanierung einer durch Uran-Bergbau zerstörten Landschaft. Er selbst sagt dazu: „Die komplexen Probleme, wie zum Beispiel Grundwasserveränderungen oder der notwendig werdende Strukturwandel blieben mir eher verborgen“ und weiter „ein faustisch anmutendes Szenario war das Ablöschen des bis 80°C heißen Abraums, die Abtragung der als Wahrzeichen geltenden und identitätsstiftenden Kegelhalden sowie die noch anhaltenden Sicherungsmaßnahmen der Tailings [Schlamm in Absetzbecken].“

Die ausgestellten Fotos zeigen überwiegend die Arbeiten im Ronneburger Revier. Bildunterschriften unter den im eigenen Labor entwickelten Fotografien erklären das Dargestellte. Historische Informationen zum Uranerzbergbau in Thüringen und Sachsen runden die Schau ab.

Museum Burg Posterstein

Öffnungszeiten
März bis Oktober: Dienstag – Samstag: 10.00 – 17.00 Uhr
Sonntag/Feiertag: 10.00 – 18.00 Uhr
November bis Februar: Dienstag – Freitag: 10.00 – 16.00 Uhr
Wochenende/Feiertag: 10.00 – 17.00 Uhr

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