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Vortrag im Lindenau-Museum – Prof. Dr. Andreas Schmidt-Colinet „Palmyra. Zerstörte Erinnerung

Lindenaumuseum Altenburg (Foto: der uNi)

Vortrag im Lindenau-Museum am Donnerstag, dem 15. Juni, 18.30 Uhr Prof. Dr. Andreas Schmidt-Colinet „Palmyra. Zerstörte Erinnerung“

Am Donnerstag, dem 15. Juni 2017, um 18.30 Uhr, findet im Lindenau-Museum im Rahmen der Ausstellung „Palmyra – Zerstörte Erinnerung“ ein spannender Vortrag des langjährig in Syrien tätigen Archäologen Prof. Dr. Andreas Schmidt-Colinet statt.

Kaum jemand im deutschsprachigen Raum kennt das antike Palmyra besser als der in München lebende Andreas Schmidt-Colinet, der sich seit 1976 mit der Archäologie des Vorderen Orients beschäftigt und bis 2010 an der Universität Wien Klassische Archäologie lehrte. Für den Katalog der Ausstellung im Lindenau-Museum lieferte er einen kenntnisreichen Beitrag.

Syrien besitzt eines der weltweit bedeutendsten Kulturarchive, das von den frühen Hochkulturen Mesopotamiens über die blühenden Städte der Römerzeit bis zu den Kreuzfahrern und den islamischen Dynastien reicht. Die Zerstörung antiker Denkmäler in Palmyra und die brutale Ermordung des Antikendirektors dieser Stadt haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Der Vortrag stellt Denkmäler Syriens, insbesondere Palmyras exemplarisch vor und zeigt anhand von aktuellen Bildern und Zahlen die katastrophalen Folgen des Krieges nicht nur für die Menschen. Auch die systematische Plünderung und unwiederbringliche Zerstörung unseres kulturellen Gedächtnisses wird beleuchtet.

Eingebettet ist der Vortrag in die aktuelle Ausstellung, die das Korkmodell des berühmten Bel-Tempels mit wertvollen historischen Darstellungen aus Lindenaus Sammlungen, mit originalen palmyrenischen Grabplatten und aktuellen Fotos des libanesischen Fotografen Joseph Eid verbindet.

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