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Vortrag: Karpatenbüffel erobern das Altenburger Land und die Welt

Wasserbüffel
(Foto: Mauritianum/W. Zimmermann)


Termin: 21.05.2019, 18.00 Uhr

Ort: Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg

Herbst 2010: In den rumänischen Karpaten, nahe der ukrainischen Grenze, drückt unter Tränen eine alte Frau die Kette ihrer alten Büffelkuh Pujka in die Hand eines jungen Mannes vom Altenburger Naturschutzbund (NABU). Sie hofft, dass es ihrer Kuh, die ihr viele Jahre Milch und etliche Kälber gegeben hat, noch lange gut gehen wird – im fernen Altenburger Land: Das kennt sie nicht, aber in Deutschland muss es ihr ja gut gehen. Ihre Söhne sind schon lange aus dem entlegenen Karpatendorf in die Großstadt gezogen. Im ganzen Dorf gibt es fast nur alte Menschen und immer weniger Büffel. Aus Altersgründen muss sie sich nun auch von ihren Tieren trennen. Aber der Schlachter wollte kaum etwas für die alte Kuh geben. Da verkauft sie lieber an die Deutschen, denn die versprechen Pujka ein schönes Leben.

Im April 2011 sah die alte Pujka nach drei Monaten Quarantäne in Rumänien, Transport nach Wettelswalde und nochmals drei Monaten Quarantäne in einem Wettelswalder Hof endlich ihre neue Weide zwischen Remsa und Windischleuba. Bevor sie den Hänger verließ, nahm man ihr ihre Kette vom Hals. Seit dem trug Pujka nie wieder eine Kette. Fast jedes Jahr brachte sie ein Kalb zur Welt.

Zwölf Karpatenbüffel kamen im Dezember 2010 beim NABU Altenburger Land an. Sie begründeten mit ihren Nachkommen weitere Herden, die im Altenburger Land, in anderen Gegenden Thüringens und sogar in Auen bei Mainz und Koblenz feuchte Landschaften pflegen.

Im Rahmen der Sonderausstellung Auerochse, Wildpferd & Co. – Mitteleuropas ausgestorbene „BIG FIVE“ berichten Mike Jessat und Nico Kießhauer am 21. Mai um 18 Uhr im Naturkundemuseum Mauritianum, welchen Weg die Nachkommen der 12 rumänischen Karpatenbüffel seither genommen haben.

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