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WER HAT DIES LIEDLEIN ERDACHT?

Jonas Alber (Foto: Landestheater Altenburg)

Gustav Mahlers 100. Todesjahr ist willkommener Anlass, dessen derb-komische Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ nach Gedichten aus der Sammlung von Clemens Brentano und Achim von Arnim, zusammen mit dem Meisterwerk seines lange vergessenen Weggenossen Hans Rott im 2. Philharmonischen Konzert aufzuführen. Die Konzerte am 9. und 10. November im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera und am 11. November im Landestheater Altenburg beginnen jeweils 19.30 Uhr, die Einführung 18.45 Uhr.

Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter Leitung von Jonas Alber, einem Bewerber um die Position des Generalmusikdirektors bei Theater&Philharmonie Thüringen. Die Gesangssolisten sind Mitglieder des Musiktheaterensembles: Franziska Rauch (Sopran) – kehrt damit aus dem Mütterjahr auf die Bühne zurück – und Teruhiko Komori (Bariton).


Bis vor wenigen Jahren unbekannt war Mahlers Kommilitone Hans Rott, der ebenfalls bei Anton Bruckner studierte. Sein Leben endete nach einer bereits in jungen Jahren ausgebrochenen psychischen Erkrankung in einer Heilanstalt. „Was die Musik an ihm verloren hat, ist gar nicht zu ermessen: zu solchem Fluge erhebt sich sein Genius schon in dieser Ersten Sinfonie, die er als zwanzigjähriger Jüngling schrieb und die ihn – es ist nicht zu viel gesagt – zum Begründer der neuen Sinfonie macht, wie ich sie verstehe“, äußerte Mahler später. Rotts Sinfonie E-Dur ist ein erstaunlich modern anmutendes Werk, das Elemente der Sinfonien Gustav Mahlers antizipiert.

Jonas Alber stammt aus Offenburg. Es studierte Violine und Dirigieren in Freiburg und danach an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Ab 1995 war er Stipendiat der Herbert-von-Karajan-Stiftung. 1998 wurde Jonas Alber als Generalmusikdirektor und Chefdirigent an das Staatstheater Braunschweig berufen, zu diesem Zeitpunkt der deutschlandweit jüngste Dirigent in diesem Amt, das er bis Ende der Spielzeit 2006/ 2007 innehatte. Während seiner Tätigkeit als Generalmusikdirektor und Chefdirigent in Braunschweig erarbeitete sich Jonas Alber ein breitgefächertes Repertoire. Er dirigierte in Braunschweig u.a. die mit Gera gemeinsam herausgebrachte Ring-Uraufführung von Siegfried Matthus‘ Oper „Cosima“ im April 2007.

Als Gastdirigent leitete Jonas Alber an der Oper Frankfurt Schrekers „Der Schatzgräber“ und die Wiederaufnahme von „Peter Grimes“. Mit einer Einstudierung von „Iphigenie in Aulis“ begann eine Zusammenarbeit mit der Kammeroper Schloss Rheinsberg. An der Deutschen Oper Berlin debütierte er mit „Carmina Burana“, an der Wiener Volksoper mit Franz Schmidts „Notre Dame“. Im März 2007 dirigierte Jonas Alber in Brüssel die Uraufführung von Merniers Oper „Frühlings Erwachen“ am Théâtre Royal de la Monnaie.  Er dirigierte die Uraufführung von Mats Larsson Gothes Oper „Poet & Prophetess“ an der Norrlands Operan, arbeitete am Teatro Colón in Buenos Aires (Debüt im September 2009) und an der Staatsoper Dresden (Debüt im Frühjahr 2010, Wiederaufnahme von Das Rheingold und Götterdämmerung), Neuproduktion Fidelio, Staatstheater Braunschweig (Premiere im Mai 2010), Teatro Real Madrid, Der Rosenkavalier, Vorstellungen und Cover (Dezember 2010), South African State Theatre, Pretoria (Weltpremiere Winnie The Opera, basierend auf dem Lebenswerk von Winnie Mandela  (April/Mai 2011), Hamburgische Staatsoper, Die Zauberflöte, Spielzeit 2011/2012.


Er dirigierte renommierte Orchester wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das WDR Sinfonieorchester Köln, das Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, das MDR-Sinfonieorchester Leipzig, die Dresdner Philharmoniker, die Hamburger Symphoniker, das Orchestre National de Belgique, das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester Wien, das Sinfonieorchester St. Gallen. Im Jahre 2006 debütierte Jonas Alber mit dem Residentie Orkest Den Haag im Concertgebouw Amsterdam und erhielt sofort Wiedereinladungen für die nächste Spielzeit. Ebenfalls war er Gastdirigent des City of Birmingham Symphony Orchestra, des BBC Symphony Orchestra, des Zürcher Kammerorchesters, des Flemish Radio Symphony Orchestra und des Orchestre National de Lille beim TACTUS Festival in Mons. Sein Debüt in China erfolgte 2009 beim Guangzhou Symphony Orchestra, sein Japan-Debüt mit dem Osaka Philharmonic Orchestra.

CD/DVD-Einspielungen: Zahlreiche CD-Einspielungen, unter anderem Benoît Merniers Frühlings Erwachen (Théâtre Royal de la Monnaie, Live-Mitschnitt 2007, ausgezeichnet mit dem französischen Schallplattenpreis diapason d’or) und sinfonische Werke unter anderem von Robert Schumann, Jean Sibelius, Gustav Mahler, Johannes Brahms, César Franck und Richard Strauss.

Programm: Gustav Mahler (1860-1911): Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“, Hans Rott (1858-1884): Sinfonie Nr. 1 E-Dur

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