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Dürre in Deutschland und möglichen Nothilfen für Bauern durch den Bund

Frau Kaiser direkt im Plenarsaal (Foto: privat)


Die Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser (SPD) zu den Ergebnissen des gestrigen Treffens von Bundesministerin Glöckner (BMEL) und den Ländern zu den Auswirkungen der Dürre in Deutschland:

Dass die Folgen der Dürre in Deutschland nationale Ausmaße erreicht haben, erlebt jeder, der im Land unterwegs ist, trotz regionaler Unterschiede. Es bedarf dafür kein Abwarten auf eine Erntebilanz erst Ende August, wie die Ministerin Glöckner immer wieder betont. Denn was dann in der Erntemaschine fehlen wird, ist schon jetzt absehbar.
Ich fordere frühzeitigere Hilfen für die Bauern durch den Bund, Hand in Hand mit den Länder, vor allem in den Ostdeutschen Regionen, wo der erwartete Verlust am größten ausfallen wird. Hier ist rechtzeitige Solidarität mit den Bauern geboten! Das Bundesland Brandenburg geht hier vorbildlich voran.

Ein gleichzeitiger sorgsamer Umgang mit Steuergeldern wäre zum Beispiel so sichergestellt, in dem man zunächst mit anteiligen Abschlägen die Bauern unterstützt und dann Ende August die Abschläge bei weiterem Bedarf aufstocken kann. Ich hoffe deshalb auf eine weitsichtigere Entscheidung des Bundeskabinetts heute.

Die Erfahrungen vom Sommer 2018 erfordern aber auch Konsequenzen von allen Beteiligten: nachhaltigere Landwirtschaft, Beachtung des Klimaschutzes und Aufgeklärte und kritische Verbraucher. Es lohnt sich daher nachzudenken, inwieweit die jetzige Nothilfe ggf. auch geeignet ist, um ein Umsteuern von einer konventionellen zu einer mehr nachhaltigen und krisenfesteren Landwirtschaft mit gefördert und gefordert werden kann.

Alexander Mühle
Büroleiter und wiss. Mitarbeiter

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