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Fraktionsübergreifender Einsatz für zügige Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Frau Kaiser direkt im Plenarsaal (Foto: privat)


Gemeinsam treiben Abgeordnete der Bundestagsfraktionen CDU/CSU, SPD, FDP, DIE LINKE und Bündnis 90/DIE GRÜNEN die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) voran.

Die Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel, Elisabeth Kaiser, Frank Müller-Rosentritt, Stephan Kühn und Ralph Lenkert hatten letzte Woche zu einem überfraktionellen Treffen eingeladen, um gemeinsam das im Bundesverkehrswegeplan 2030 priorisierte Projekt schneller umzusetzen.

Die Abgeordneten erklären: „Eine Schließung der Elektrifizierungslücke zwischen Weimar und Gößnitz ermöglicht endlich wieder schnelle, direkte Bahnverbindungen zwischen dem westsächsischen und ostthüringischen Wirtschaftsraum und direkte Verbindungen über Erfurt hinaus bis nach Köln und Aachen. Hinzu kommen die Synergieeffekte der besseren Verknüpfung der Hochschul- und Wissenschaftsstandorte, Chemnitz, Zwickau, Gera, Jena, Weimar und Erfurt über diese Strecke. Die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung muss schneller kommen, als es die Deutsche Bahn bisher plant. Wir werden jede Möglichkeit nutzen, um die Elektrifizierung voranzutreiben.“

Die interfraktionelle Gruppe der Abgeordneten plant unter anderem Gespräche mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG, DB Netz, den Landesregierungen und dem Bundesverkehrsministerium.

Marc-Manuel Moritz, Leiter Wahlkreisbüro
Elisabeth Kaiser MdB Gera-Greiz-Altenburger Land

Ein Kommentar vorhanden

  1. Elektrifizierung ?

    Solange elektrifizierte Strecken ohne wirksamen Stromschlagschutz für Mensch und Tier ausgeführt werden und die Zuverlässigkeit des el. Zugbetriebs durch Klimawandel, Instandhaltungsmängel, Vandalismus usw. weiter absinkt, muss überprüft werden, ob die Bereitstellung weiterer Steuermillionen hier sinnvoll ist.

    Beschleunigung des Zugverkehrs ist auch mit DualMode-Lokomotiven und -Zügen möglich, die über Systemgrenzen ohne Zeitverlust hinweg fahren und im Ausland bereits erprobt sind. Die Klima- und Umweltargumente pro Elektrifizierung sind dünn, denn die Energieversorgung des el. Betriebs basiert noch überwiegend auf Kohle- und Atomstrom. Selbst der angeblich vorbildliche Wasserkraftstrom der Bahn trägt bei näherer Untersuchung nicht einmal zur Klimaentlastung bei.

    Wir brauchen endlich mehr Systemwettbewerb auf Schienen anstelle bahnlobbygelenkter Elektrifizierung. Dazu gehören neue klima- und umweltfreundliche Antriebe und Energieträger ohne Oberleitung.

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