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Kommentar zu OVZ Artikel_City Managerin bewegt im ersten Jahr einiges_in der Ausgabe vom 1 August 2019


Das GeSchenk des Oberbürgermeisters an die Altenburger

Zum Artikel „City-Managerin bewegt im ersten Jahr einiges“ der OVZ Ausgabe vom 01. August 2019
https://uwe-rueckert.de/das-geschenk-des-oberbuergermeisters-an-die-altenburger/

Eigentlich war es unerheblich, wer sich zur Wahl des Stadtoberhauptes durchsetzen würde, solange es die Altenburger Rathaus GroKo betrifft. Denn gleich nach der Wahl betonte Oberbürgermeister André Neumann (CDU) nochmals klar, dass es ihn nur im Doppelpack mit seiner Wahlkonkurrentin Katharina Schenk (SPD) geben würde. Nun ja, was in Berlin nicht funktioniert, soll eben auch in Altenburg scheitern. Allerdings musste Merkel im Berliner Kabinett keinen neuen Dienstposten erschaffen, um ihren Vize Olaf Scholz einzubinden.

Nun hat unser Oberbürgermeister aber seinen stadtväterlichen Handlungsspielraum am Stadtrat vorbei mehr als ausgenutzt und mit Schaffung der Stelle „Citymanager(in)“ die GroKo im Rathaus Wirklichkeit werden lassen. Auf meine diesbezügliche und nunmehr Monate zurückliegende Anfrage hin, wurde mir die unbedingte Notwendigkeit einer Citymanagerin nochmals bestätigt – ohne näher auf deren Aufgaben/ Abgrenzung der Verantwortlichkeiten zum Wirtschaftsförderer/ organisatorischer und tariflicher Einordnung … einzugehen. Der Oberbürgermeister hat entschieden. Punkt!

Doch wunderte ich mich schon, dass die als sehr wichtig eingestufte Neuschaffung eines Dienstpostens „Citymanager(in)“ nicht öffentlich ausgeschrieben wurde. Das hätte eventuell auch den jahrelang bewährten Rathausmitarbeitern die Chance auf eine förderliche Verwendung innerhalb ihrer Verwaltung geboten. Es hätte sich vielleicht auch ein Betriebswirt, Verwaltungsfachwirt, Tourismusmanager oder sonstig ökonomisch-verwaltungstechnisch Qualifizierter bewerben können?!?! Stattdessen hebt man eine Philosophin auf den bequemen Citymanagerstuhl, von dem bis heute weder die Einordnung im Organigramm der Stadtverwaltung, noch eine klare Aufgabenzuordnung, noch eine daraus erkenntlich ableitbare Gehaltsdotierung (A oder E; Einstufung?) ableitbar sind und völlige Intransparenz die diesbezüglichen Webpages der Stadtverwaltung beherrscht.

Die Citymanagerin Frau Schenk findet dort seit einem Jahr nicht statt 🡪
https://www.altenburg.eu/sixcms/detail.php?id=6274&_nav_id1=2505&_nav_id2=5173&_lang=de

Trotzdem scheint die grandiose Leistungsbilanz der Dame, die Notwendigkeit einer auch den Personaletat der immer klammen Stadtkasse belastenden Etablierung des Citymanager(in) Dienstpostens zu bestätigen. Es ist schon erstaunlich mit welcher Grazie sie Poster in Kameras hält oder liebenswürdig an die Markthändler Halloween-Kürbisse verteilt (wobei das Kürbisfest schon fest vor Frau Schenks Amtsantritt geplant war und lediglich von ihr weitergeführt/ übernommen wurde). Auch die Ausgestaltung leerstehender Schaufenster findet sicher die größte Anerkennung der Altenburger BürgerInnen. Chapeau Frau Schenk! Dafür braucht es eben auch in Altenburg eine(n) Citymanager(in); eine Funktion, welche tatsächlich auch in etlichen anderen deutschen Kommunen existiert, wenngleich dort anderer output der Amtsinhaber erkennbar ist. Die Begründung eines Gewerbevereins soll auch nicht kleingeredet werden und ist sicher im Interesse der Altenburger Händler.

Aber Hand aufs Herz – wäre die Schaufenstergestaltung nicht auch ein tolles Schüler- oder Vereinsprojekt gewesen? Können nicht auch Herr Neumann, Herr Rosenfeld oder andere in exponierter Stelle sitzende Rathausmitarbeiter pressewirksam Kürbisse an die Markthändler verteilen? Und wäre es nicht ebenso im Aktionsradius des Wirtschaftsförderers Herr Scharschmidt gewesen, die Neugründung eines Gewerbevereins zu initiieren? Ich denke, dass bis vor einem Jahr noch so oder ähnlich gearbeitet wurde; dabei hätte es auch in den zurückliegenden 12 Monaten genauso fortgeführt werden können.

Und die enorme „Wichtigkeit“ und „Unentbehrlichkeit“ der Citymanagerin zeigt sich nun wiederum, da sie unbezahlten Urlaub nimmt. Während nun Herr Scharschmidt ihr Vertreter ist (stellt sich die Frage, wer hier wen vorgesetzt ist, denn Vertreter sind üblicherweise nachgeordnete Personen – alles dubios) fertigt Frau Schenk ihre Dissertation. Super! Dann haben wir endlich eine promovierte Philosophin als Citymanagerin, welche sich mit dieser Qualifikation viel besser um die Wasserspiele auf dem Markt kümmern kann. Für mich als Einwohner Altenburgs ist dieser ganze Zirkus um die ach so tolle Citymanagerin nur eines: eine weitere, unglaubliche Rathaus GroKo Kampagne in Form von „Brot und Spiele für das Volk“. Und zudem bin ich mir sicher, dass auch ohne der AfD im Stadtrat die Fraktion Pro Altenburg, sowie einige weitere aufrichtige Stadtratsmitglieder, klare Worte zu diesem Thema finden wird.

Am 27.Oktober dieses Jahres gibt es eine gute Gelegenheit diesen schwarz-roten Filz wieder ein wenig auseinanderzureißen. Wer sich ebenso daran stört, dass die Führungskader der GroKo Parteien sich untereinander Posten zuschieben – Herr Zippel (CDU) als Vorsitzender der Thür Lebenshilfe; Frau Schenk (SPD) als Altenburgs Citymanagerin … – der kann bei der Landtagswahl gern auf bessere Alternativen setzen. Auch deshalb ist die Alternative für Deutschland angetreten, um diese Klüngelwirtschaft aufzubrechen. Geben Sie deshalb Ihre Zweitstimme der AfD. Wählen Sie mit Ihrer Erststimme Ihren Direktkandidaten – für den Wahlkreis 43 (Altenburg I) Herrn Thomas Rudy und für den Wahlkreis 44 (Altenburg II) mich.

Ihr
Uwe Rückert

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