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Konstituierende Sitzung der AfD Kreistagsfraktion


Am 07. Juni 2019 versammelten sich die gewählten Kandidaten der AfD für den Kreistag des Landkreises Altenburger Land und stellten im Rahmen einer Wahl die interne Aufgabenverteilung fest. Dabei wurde durch Mitgliedervotum beschlossen, dass die AfD im Kreistag eine eigenständige Fraktion bildet, welche durch Uwe Rückert geleitet wird, während Thomas Rudy und Thomas Senftleben die Funktionen des ersten bzw. zweiten Stellvertreters wahrnehmen.

Zudem baut auch die AfD Kreistagsfraktion auf externe Fachexpertise und wird damit zu einer soliden, bürgerfreundlichen Ausschussarbeit beitragen. Hinsichtlich des berechtigt sehr hoch priorisierten Themas der Bildungspolitik und einhergehender großer Verantwortung als kommunaler Schulträger, konnte mit Herrn Thomas Lahr ein hervorragender Experte als beratender Bürger gewonnen werden. Das kommt insbesondere einer vernünftigen, zukunftsorientierten Schulnetzplanung zugute.

Darüber hinaus gilt es fraktionsübergreifend an Lösungen zu arbeiten, welche den Bürgern entgegenkommen, den Landkreis stärken und vorausschauend innovativ, nachhaltig eine positive wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung unterstützen. Die Option zur Errichtung einer „Stiftung Mitteldeutscher Schlösser und Gärten“ beispielsweise, muss unbedingt betrachtet werden. Allein die insgesamt angedachten 400 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Ländern sollten auch für die möglicherweise in die Stiftung eingehenden Kulturgüter im Altenburger Land beträchtliche Unterstützung erlauben. Dass jedoch in kommunaler Trägerschaft befindliche Objekte nicht ohne detailliert festgelegte Details zu Verantwortlichkeiten und Mitspracherechten blindlings in eine solche Stiftung übertragen werden, das versteht sich von selbst. Die jüngst dazu getroffenen Anmerkungen von MdL Zippel (CDU) sind somit ebenso substanzlos wie seine geäußerten Befürchtungen, als kommunaler Träger durch diese gute Länderinitiative erpresst werden zu können. Dabei der AfD Fraktion im Thür Landtag vorzuwerfen „die deutschen Kulturgüter nicht zu schützen“, weil diese dem prinzipiell guten und weiter zu überdenkenden Rot-Rot-Grünen Regierungsvorschlag nicht polemisch opponierend entgegenwirkt, zeigt lediglich Herrn Zippels allein parteistrategisch geprägtes Denken. Die AfD hingegen, egal ob auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene, wird sich keiner vernünftigen Sachdiskussion entziehen, wenn diese den Belangen unserer Bürger entgegenkommt, auch wenn die Vorschläge von einer Ramelow geführten Landesregierung kommen. Eine Möglichkeit unsere Kulturdenkmäler noch substanziell-umfangreicher zu sanieren und zu bewirtschaften, dabei sehr belastbare organisatorische Arbeitsstrukturen in einer überregional stark vernetzten Stiftung aufzubauen, sichert den Erhalt von Baudenkmälern und Arbeitsplätzen. Wir werden uns das genau ansehen und bauen dabei auch auf die kooperative Beteiligung der CDU Kreistagsfraktion. Ein „Ausverkauf“ unserer Kulturdenkmäler wird dabei mit der AfD Fraktion selbstredend nicht stattfinden. Vielmehr werden wir dafür sorgen, dass unsere BürgerInnen im Landkreis in diesen wichtigen Entscheidungsprozess mit einbezogen werden sollen.

Die Belange unserer Landwirte sind aktuell auch dort betroffen, wo die Leipziger Gastransport GmbH ontras die Erneuerung einer unterirdischen Ferngasleitung plant. Gute und vor allem frühzeitigere Informationspolitik wäre den Landwirten entgegengekommen, hätte vorab der diesjährigen landwirtschaftlichen Nutzung betroffener Flächen entsprechende Planung erlaubt. Allein mit Ausgleichszahlungen für mögliche Ernteeinbußen zu werben, verhindert noch nicht den zu erwartenden Flurschaden. Gut zu heißen ist hingegen, dass das Unternehmen ökologische Ausgleichsmaßnahmen für die notwendigen Eingriffe in die leitungsdurchführenden Naturräume einbringt. Und wenngleich der Verzicht auf fossile Brennstoffe ein gemeinsames, langfristiges Ziel ist, steht aktuell die stabile Versorgungssicherheit mit Erdgas für Wirtschaft und Privathaushalte voran. Eine moderne, leistungsfähige und wesentlich sicherere Erdgasleitung ist somit im Interesse des Allgemeinwohls. Die AfD Kreistagsfraktion will zukünftig jedoch darauf achten, dass derart umfangreiche Tiefbaumaßnahmen mit erheblich mehr zeitlichem Vorlauf bekannt werden, sowie mit allen Betroffenen ausführlich besprochen werden. Dass die hier betroffenen Landwirte zumindest keine wirtschaftliche Benachteiligung erfahren und verursachter Flurschaden in Gänze wieder behoben wird, dafür werden wir uns als Kreistagsfraktion ganz sicher einsetzen, sind deshalb auch als Ansprechpartner für betroffene Landwirte sowie dem Kreisbauernverband Altenburg e.V. jederzeit erreichbar. Damit unterstützen wir auch jeden Weg der Vernunft, bspw. beim Einsatz von getesteten, nicht gesundheitsschädigenden, kurzwirkenden und ökologisch schonenderen Herbiziden gegenüber einer ansonsten intensiven Pflugbearbeitung und notwendigen Überdüngung des dann sehr strapazierten Ackerbodens, auch im Hinblick auf dessen Eigenschaft als Lebensraum vielfältig nützlicher Tiere und Mikroorganismen.

Ab 26. Juni 2019 im Kreistag für Sie vor Ort. Sprechen Sie uns an. Wir hören Ihnen zu und setzen uns für Ihre berechtigten Belange ein. Ihre AfD Fraktion im Kreistag des Landkreises Altenburger Land.

Uwe Rückert
Mitglied der AfD im Altenburger Land

4 Kommentare

  1. AfD Schulleiter ist prima, wir brauchen viel mehr Lehrer, die endlich gegen das Übel „weltweite wissenschaftliche Forschung“ vorgehen und unseren Kindern die Wahrheit vermitteln: Zum Beispiel dass die Geschwindigkeit der Erderwärmung definitiv nichts damit zu tun hat, dass sich der CO2-Ausstoß in den letzten 100 Jahren verzehnfacht hat. Das sind üble Fake News von Leuten, die uns die Autos wegnehmen wollen! Und der Klapperstorch bringt die Kinder, und die AfD ist kein Naziwolf im Bürgerpelz.

  2. Sehr geehrte(r) Frau/ Herr Walder,

    obwohl Sie den beratenden Bürger einer Kreistagsfraktion hauptsächlich adressieren, erlaube ich mir trotzdem eine kurze Reaktion auf Ihre Zeilen.

    Es beginnt schon einmal damit, wie ich Sie adressiere, denn Ihr Geschlecht ist Ihrer Nachricht nicht zuordenbar. Anders verhält es sich bei Herrn Thomas Lahr, welcher als Bürger Gesicht und Courage zeigt, nach vorn tritt und sein Potential für unser aller Gemeinwohl einzubringen (einmal mehr) bereit ist.
    Ich möchte Ihre Courage nicht anzweifeln, aber eine geschlechtslose H. Initiale lässt von Hilde bis Harald viel Spekulationsraum zu. Es könnte aber auch für Hampelmann, Hanswurst o.ä. stehen. Aus meiner Sicht schon mal 1:0 für Herrn Lahr.

    Mit Ihrer satirischen Ausdrucksweise treffen Sie punktgenau meinen Geschmack, formal und ausdruckstechnisch gar nicht schlecht geschrieben. Inhaltlich trotzdem leer und nicht überzeugend. Obwohl Herr Lahr als engagierter Bürger und als Privatperson die Kreistagsarbeit unterstützt, heben Sie dennoch auf seinen Beruf ab, welcher von seiner ehrenamtlich beratenden Tätigkeit völlig getrennt zu betrachten ist. Das aber nur rein formaljuristisch. Doch darf ich Ihnen versichern, dass eine besondere Stärke von Herrn Lahr gerade in seinem mathematischen und naturwissenschaftlichen Kenntnissen und Fähigkeiten liegt. Gerade er ist ein Mann der Wissenschaften und diesen gegenüber offenbar deutlich mehr aufgeschlossen und verstehend, als Sie. Sollten Sie einmal anfangen bei den Themen von CO² Ausstoß und Erderwärmung zwischen wissenschaftlichen Beweisen, Wahrscheinlichkeiten und Annahmen, sowie Behauptungen zu trennen, wird sich auch Ihr Erkenntnisgewinn rapide steigern und sicher auch auf Ihre diesbezüglichen Äußerungen positiv abfärben. Somit schon 2:0 für Herrn Lahr.

    Empfehlung zur Recherche: https://freieabgeordnete.blog/2014/10/01/wie-wird-der-einfluss-von-co2-auf-das-klima-gemessen-uberhaupt-nicht/
    (da gibt es auch zahlreich aktuelleres Material, von welchem Sie lernen können)

    Zudem gibt es eine sehr hohe Anzahl Menschen, mittlerweile verschiedenster Altersgruppen, welche mit Herrn Lahr in ihren Kinder- und Jugendjahren einen wissenden, freundschaftlich arbeitenden, zutiefst menschlichen und über die reine Wissensvermittlung hinaus vorbildlichen Mentor hatten. Diese Menschen erfuhren durch ihn Bildung und geistig-soziale Prägung, welche sie auf unterschiedlichste Wege privaten und beruflichen Erfolges führte. Schon deswegen ist Ihre offenen Kritik an der untadeligen Person des Herrn Lahr verfehlt. Persönlich habe ich bisher von keiner/keinem Frau/ Herrn Walder gehört, welche(r) ebenso erfolgreich so viele junge Menschen auf das Leben vorbereitete. Damit ein klares 3:0 für Herrn Lahr.

    Leute nehmen uns die Autos weg und der Klapperstorch bringt die Kinder. – Damit vermengen Sie wohl wissentlich Wahrheit und Ammenmärchen. Das ist nicht solide, nicht belastbar, nicht geschickt, nicht überzeugend … würde nicht ansatzweise taugen, um als beratender Bürger die Kreistagsarbeit zu unterstützen. Ich meine das ergibt 4:0 für Herrn Lahr.

    Zumindest am Ende Ihres Kommentars bewegen Sie sich (wohl nicht willentlich) aus dem Satirischen in die sachliche Seriosität, denn die AfD ist tatsächlich kein Wolf im Bürgerpelz, sondern eine Partei der Mitte, welche als Interessenvertreter nahezu jedes vierten Thüringers ein Sprachrohr der Vernunft ist. Damit besteht eine berechtigte Aussicht auf bessere Politik, inklusive guter Bildungspolitik.
    Als weiteren bildlichen Vergleich gern Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ bemühend, gibt es sowohl „Ritter in schillernder Rüstung“ und „Tölpel im Narrengewand“. In welcher Rubrik sich ein Kommentator Ihres Formates einordnet, können Sie sicher selbst bewerten.

    Ich denke in der Summe Ihres Gesamtbeitrages haben Sie, Frau/ Herr was/ wer auch immer Walder, klar 0:5 verloren.

    Freundliche Grüße
    Uwe Rückert

  3. Hallo Herr Rückert,

    jetzt haben Sie sich so viel Mühe gemacht, auf meinen kleinen Kommentar zu antworten, da muss ich einfach nochmal in die Tasten greifen.

    Ihr 0:5 nehme ich erstmal sportlich. Sie haben die Regeln gemacht, da ist ein 0.5 eigentlich doch gar nicht mal so schlecht.

    Gehen wir Ihre Treffer doch mal durch:
    Dass Sie so ein schwerwiegendes Problem darin sehen, dass ich nicht explizit als Herr oder Frau oder weiß der Kuckuck Diverses unterzeichnet habe, tut mir leid. Warum ist es für eine Meinung aus dem Volk so wichtig, das Geschlecht der Meinung zu kennen? Auf Ihrer Seite habe ich schon Kommentare gesehen, die schlicht mit, sagen wir mal, „Kleszewski“ unterzeichnet wurden und keinen hat´s gestört! Ihr 1:0 basiert offensichtlich auf einer Regelauslegung, die wohl nur für missliebige Kommentare gilt oder nur ab Buchstabe W oder so. Das halte ich für grob unsportlich.
    Da ich keinen Spielvorteil für mich erkennen kann, belasse ich es aus sportlich-taktischen Gründen am besten dabei. In Deutschland ist die Abkürzung eines Vornamens beim Unterzeichnen durchaus erlaubt und üblich. Ob Sie mich nun für couragiert oder feige halten, ist für mich unerheblich. Ich habe lediglich Ihre Einladung zum Kommentieren genutzt. Diese enthielt keinen Pflichteintrag zu Anschrift, Geschlecht, Religion oder sexueller Orientierung. (Und dennoch wirkt Ihre Reaktion ein wenig, als würden Sie all das zu gerne wissen wollen – wofür auch immer – und ohne Preisgabe von solcher Information wird die betreffende Meinungsäußerung allein schon deshalb diskreditiert!)

    Ob der Lehrer seine beratende Tätigkeit für eine Partei von seinem Beruf und seiner Leitungsfunktion trennen kann, wird zu beweisen sein. Das habe ich bisher auch gar nicht beurteilt. Ihre Partei hingegen hat ja bekanntlich Probleme mit der freien Meinungsäußerung von Lehrern resp. Lehrerinnen und richten hierfür sogar Melderegister ein (woran erinnert mich das bloß?).
    Hier ging es aber zunächst um etwas anderes: als besorgter Mensch (Bürgerin/ Bürger) regt mich der rücksichtlose Verschleiß der Natur unserer schönen Heimat seit langem heftig auf. Nachdem durch einen furchtbarer Krieg (für manche nur ein „Vogelschiss“ in der Geschichte) das Land übel versehrt und zerteilt war, folgten dem schleppenden Wiederaufbau hierzulande die nachhaltigen, brutalen Zerstörungen durch die Planwirtschaft der Realsozialisten, nach der deutschen Wiedervereinigung dann dieselbe (etwas bunt maskiert) durch den globalen Raubtierkapitalismus mit seiner übermächtigen Lobby gesichtloser Heuschreckenkonzerne, nach deren Maßgabe die Politik ihr Scherflein beiträgt. Alles muss immer weiterwachsen, es muss immer mehr verbraucht und immer mehr verbrannt werden. Wenn Sie Ihren Wissenschaftlern glauben, dass die Turboindustrie und der hemmungslose Ressourcenverbrauch, Bodenversiegelung und Entsorgungsnotstand nichts mit den Klimaentwicklungen zu tun haben, bitte, tun Sie das. Es gibt seit Jahren dazu viel Rede und Widerrede, Beweis und Gegenbeweis, das Netz ist voll davon. Ihr 2:0 ist ein Scheintor, ich würde mal den Videobeweis anstrengen, aber dann rufen Sie vermutlich gleich „Lügenmedien“. Nun, auch ich bin naturwissenschaftlich ausgebildet und graduiert – mir macht das alles Angst. Sie haben Angst vor Schleiern, ich vor Dattelpalmen in Deutschland.
    Sie wollen eine „Alternative für Deutschland“ sein und anstatt die Sorgen der Bürger Ernst zu nehmen, ignorieren Sie diese gewaltige globale Bedrohung – und damit auch Bedrohung unserer Heimat und insbesonder die Heimat unserer Kinder. Das könnten Marionetten der Energie- und Automobilindustrie-Heuschrecken nicht besser! Ein Schelm, wer da nicht auf merkwürdige Schlussfolgerungen kommt. Alternative? Pah!

    Ein „klares“ 3:0 haben Sie gesehen, weil Sie nichts von dem wissen, was ich haupt- oder ehrenamtlich so mache. Das sieht wirklich nach einem klaren Treffer aus, Sie wissen es tatsächlich nicht. Steht halt nicht alles immer im Internet. Aber das Aufwiegen von beruflicher und ehrenamtlicher Leistung des Herrn Lehrers und meiner Person war nicht Gegenstand meines Kommentars, wieso auch? Nach Ihrer Logik müsste jedem jede politische Meinungsäußerung verwehrt sein, der sich dessen nicht per öffentlichem Curriculum würdig erwiesen hat. So stellen Sie sich Bürgernähe vor?

    Beim 4:0 haben Sie meinen Kommentar gänzlich missverstanden: ich strebe, seien Sie beruhigt, kein Amt als beratender Bürger im Kreistag an. Das mit den weggenommenen Autos ist lediglich Ihre Wahlkampfaussage (Freie Fahrt…), mit meinen Worten widergegeben – feilich auch nicht geistreicher, das gebe ich unumwunden zu. Klingt irgendwie nach einem faden 0:0, oder? Das mit dem Klapperstorch ist mir by the way so durchgegangen, das lag eben einfach mal auf gleichem Niveau. Apropos Storch – da war doch mal so eine schlaue Verlautbarung, man solle zur Verbesserung der CO2 Bilanz „der Sonne erklären dass sie nicht so viel scheinen soll“, hatte das Kreistagsniveau?

    Sie sehen sich als „Partei in der Mitte“ – nun, das sehe ich tatsächlich anders. Sie machen das allein an Ihren Zustimmungzahlen fest? Sie erhielten bei der Kommunalwahl in Thüringen auf Kreisebene 17,7% der gültigen Stimmen, bei notwendiger Berücksichtigung der Wahlbeteiligung (60,4%) wurden Sie also von ungefähr jedem Neunten in Thüringen gewählt, nicht von jedem Vierten, wie Sie behaupten. Das sind dann also die 11% Mitte, aha. Sie drehen die Zahlen wie es Ihnen passt. Bei alle Ihrem Wahrheitsanspruch und dem stets erhobenen Zeigefinger gegen zensierte oder geschönte Informationspolitik ist das mal ganz unzweifelhaft ein klares 0:1 gegen Sie.

    Nachsatz: vielleicht schaffen Sie mal eine Antwort ohne persönliche Beleidigung? Das ist doch wirklich kein Stil! Nicht kreisligatauglich. Da sehe ich in der Tat gewisse dezente Spielvorteile meinerseits…

    Es grüßt
    H. (m/w/d) Walder

  4. Sehr geehrte(r) Mitbürger(in) Walder,

    zuerst darf ich Ihnen ein Kompliment machen, denn ihre Antwort auf meinen Kommentar haben Sie doch zielgerichtet scharf, aber eben nicht so ungerechtfertigt übergriffig formuliert, wie Ihren ersten kurzen Beitrag. Denn bei allem erlaubten Disput, und ich bin zuerst bewusst nicht darauf eingegangen, der NAZIWOLF war grundfalsch und überflüssig.

    Auch macht es mir keine Mühe auf Ihre oder sonstige Beiträge zu reagieren. Tatsächlich finde ich es gut, wenn Sie und andere Menschen sich Gedanken machen und diese mitteilen. Wie sollte sonst ein Austausch und möglicherweise sogar Konsens oder einvernehmliche Lösungsfindung möglich sein? In diesem Sinne freue ich mich sogar über Ihre zweite Meinungsäußerung und sehe es keinesfalls problematisch, dass Sie oft grundverschiedene Ansichten vertreten. Denn gegensätzlich zu einigen anderen Menschen, erhebe ich nicht den Anspruch im alleinigen Besitz der Wahrheit zu sein und Ihnen oder sonst irgendwem etwas anzudeuten/ anzuheften, allein weil ich glaube, dass es so ist. Es ist daher auch nicht richtig zu behaupten, dass ich für missliebige Kommentare eine eigene Regelauslegung hätte. Eine eigene Betrachtungsweise habe ich allerdings und kann diese auch begründet darlegen. Darüber hinaus sind mir Ihre persönlichen Daten und Neigungen uninteressant, weshalb Ihre Vermutungen an meinem vorgeblichen Interesse daran völlig ins Leere laufen. Das ich jedoch anonyme/ teilanonyme Beiträge weniger wertschätze, das ist richtig. Meinethalben bleiben Sie unter Ihrem anonymen „Deckmäntelchen“, das ist ganz allein Ihre Sache. Nur wird Ihr Kommentar deswegen nicht glaubwürdiger. Über Ihre Courage werde ich bestimmt kein Urteil fällen, habe so etwas auch zuvor nicht getan.

    Ihren Bemerkungen zu den Meldeportalen der AfD stimme vorbehaltlos zu. Eventuell sind Sie deshalb überrascht oder auch nicht. Aber ja, innerhalb der AfD ist Kritik erlaubt und gewünscht, darf man eine eigene Meinung haben und diese frei äußern. Möglicherweise passt das nicht zu dem Bild über die Partei, welches Sie sich konstruiert haben?! Persönlich setze ich mich aktiv gegen diese Meldeportale ein und werde davon nicht ablassen, bis diese wieder abgestellt sind. Und ganz selbstverständlich möchte ich auch einer Lehrkraft zugestehen die eigene, persönliche Meinung frei zu äußern. Das so etwas im schulischen Bereich und gegenüber heranwachsenden, in ihrer Persönlichkeit noch reifenden Kindern/ Jugendlichen ein besonders sensibles Verhalten abverlangt ist sicherlich außerhalb jeder Diskussion. Ich meine, wenn der/ die Lehrer(in) deutlich kundtut, dass er/sie abseits der offiziellen Lehrmeinung nun auch eine eigene, persönliche Meinung äußert, dann können unsere Schüler das klar differenzieren und verstehen. Neben den Eltern, Freunden, Trainern im Sportverein … sind die Schulpädagogen für mich ganz wesentlich prägende Menschen, welchen ich für ihre nicht einfache Aufgabe der Wissensvermittlung, aber auch für die erzieherisch sozial-prägende Arbeit, sehr dankbar bin.
    Stehen lassen muss ich, dass die Meldeportale tatsächlich ein gesamtparteiliches Phänomen sind, welches ich als individuelles Parteimitglied ablehne. Da haben Sie (leider) recht und ich würde nie behaupten, dass die AfD in ihrer aktuellen Art der Außendarstellung perfekt und rundum richtig aufgestellt ist. Da gibt es wirklich noch viel zu tun. Über die genannten Meldeportale ärgere ich mich deshalb wahrscheinlich genauso sehr wie Sie.

    Trotzdem ist die AfD für mich, und ich spreche hier nur für mich allein, aus dem weiten Spektrum der politischen Parteien diejenige, bei welcher ich die bei weitem größte Deckungsgleichheit mit meinen persönlichen Anschauungen und Bewertungen habe. Schlussendlich ist der Schlüssel zum Erfolg einer Demokratie die Fähigkeit zum Konsens und zum Kompromiss. Dinge, welche man nicht gut findet (bspw. die Meldeportale) müssen sachlich begründet angesprochen und durch Überzeugungsarbeit aus dem Weg geräumt werden. Ein alleiniges Bashing und „Draufschlagen“ mit unsachlicher Rhetorik verhärtet die Fronten nur, schafft aber keine dauerhaften Lösungen.

    Rhetorik sollte auch im Zusammenhang mit Ihrem Hinweis zur „Vogelschiss“ Äußerung“ bemüht werden. Wäre diese von einem Vertreter der CDU, SPD, Grünen … gekommen – jeder hätte es als Diskreditierung und Ablehnung des Nationalsozialismus verstanden. Da es aber von Herrn Gauland geäußert wurde, war (leider) nichts Anderes zu erwarten, als dass man ihm das Gesagte falsch auslegt und versucht ihn (in bewährter Manier) als Nazi-freundlichen Protagonisten darzustellen. Ich finde auch, dass die Zeit des deutschen Nationalsozialismus ein Vogelschiss in der langen deutschen Geschichte ist. Und ich meine das zutiefst verurteilend und abwertend gegenüber dem unseligen Nationalsozialismus und dessen immens verbrecherische Natur mit all ihren Greueltaten. Ein Vogelschiss ist nichts Verniedlichendes, nichts Marginalisiertes, nichts Verharmlosendes. Es ist ein sehr negatives Urteil über eine sehr schlimme Zeit und nimmt den nationalsozialistischen Verbrechern auch nachträglich die Bühne, lässt sie nicht ins Vergessen entschwinden, aber in die Abgründe des zutiefst Verwerflichen. Die Vogelschiss-Metapher ist jedoch in keiner Weise anwendbar in Bezug auf die Millionen Opfer deutsch-nationalsozialistischer Gewaltherrschaft. Wer dieses übereinander wirft, der muss sich fragen lassen, warum er das tut. Solches dabei Herrn Gauland zu unterstellen ist höchst verwerflich. Aber heutzutage werden selbst hoch geachtete Persönlichkeiten wie Alt-Bundespräsident Gauck (wahrlich kein Freund der AfD) an den Pranger gestellt, weil er sich als überzeugter Demokrat für eine vielfach fehlende Meinungspluralität und freie Äußerung derselben ausspricht. Weil er innerhalb unseres grundgesetzlich genormten, demokratischen Gefüges auch Toleranz gegenüber Andersdenkenden einfordert. Nun, ich bin gespannt wann und durch wen Herr Gauck nun zum Nazi-Protegé ernannt wird.

    Im Weiteren pauschalisieren Sie leider und stellen dabei ebenso unrichtig dar, wie sich die AfD angeblich zum Thema Umwelt- und Klimaschutz positioniert. Die Partei ignoriert den Klimawandel nicht und nimmt positiv wahr, dass für sehr viele Menschen der Erhalt einer lebenswerten und zukunftsfähigen Umwelt wichtig ist. Auch die AfD wendet sich gegen massive Neubebauung und weitere Bodenversiegelung. Scheinbar argumentieren Sie hier willkürlich „ins Blaue“ hinein, kennen offenbar das umwelttechnische Programm der AfD überhaupt nicht. Der wirklich markante Unterschied ist, dass wir als Partei keine belastbaren Beweise erkennen, dass ein klimaverändernder CO² Ausstoß vornehmlich vom Menschen gemacht ist. Andersherum schließen wir dieses auch nicht grundsätzlich aus, wobei die Wahrscheinlichkeit dafür eher gering ist. Da wir aber beide keine Naturwissenschaftler sind, können Sie und ich uns jeweils weiter dazu beraten und hoffentlich vielfältig unterschiedliche Quellen zu Rate ziehen: https://www.youtube.com/watch?v=EzPvaqVNJjY

    Das wir aktuell aber eine umwelttechnische Bedrohung erfahren ist absolut richtig. Das krasse Vermüllen des Planeten, der nicht ressourcenschonende Raubbau an Rohstoffen, anhaltendes Artensterben, zunehmende Unwetter, lange Dürre- oder Regenperioden in jeweils zerstörerischem Ausmaß … all das sehen wir in der AfD mit großer Sorge und setzen uns für entsprechende Maßnahmen zum Erhalt und zur Stärkung einer gesunden Ökologie ein. Wer anderes behauptet, der hat sich mit der AfD Programmatik und ihrem umweltpolitischen Engagement nicht auseinandergesetzt, oder legt es schlicht darauf an, die Partei in Misskredit zu bringen. Im Übrigen mutet es sehr kurios an, gerade die AfD mit Marionetten der Energie- und Automobilindustrie in Verbindung zu stellen. Mehr daneben kann man wohl nicht liegen.

    Ihr vorhandenes oder auch nicht vorhandenes ehrenamtliches Engagement stellt überhaupt kein Kriterium dafür dar, ob ich Ihnen eine freie Meinungsäußerung zugestehe oder nicht. Da scheinen Sie etwas hineinzuinterpretieren, welches ich so nie formuliert habe. Es wäre sehr anmaßend von mir, würde ich Menschen nur auf der Grundlage ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zugestehen, sich frei zu äußern. Es widerspricht meinen demokratisch pluralistischen Überzeugungen und ganz selbstverständlich gestehe ich Ihnen jede freie Meinungsäußerung zu, solange diese nicht bewusst ungerechtfertigt und beleidigend übergriffig ist, wie ich es in Ihrer „Naziwolf“ Metapher klar erkenne. Meine durchaus vorhandene Logik haben Sie deswegen tatsächlich nicht verstanden, bzw. nicht verstehen wollen. Aber auch das liegt ganz allein bei Ihnen.

    Ob Sie sich als beratender Bürger empfehlen, ein politisches Mandat anstreben oder anderweitig die Politik mitgestalten wollen – auch das ist selbstverständlich Ihre alleinige Entscheidung. Deswegen habe ich Sie wohl nicht missverstanden, sondern allein festgestellt, dass Ihre Äußerungen Sie m. E. nicht für eine beratende Funktion in dieser Richtung qualifizieren. Immerhin, Sie bescheinigen mir einige negative Charakteristika, welche durchaus als Zweifel an meiner kommunalpolitischen Eignung aufgenommen werden könnten. Nun, dass ist eine freie Äußerung Ihrer Meinung, mit welcher ich gut leben kann. So etwas verstehe ich auch nicht als Beleidigung, mache mir eben meine eigenen Gedanken über Ihr Wesen und was Sie treibt, sich derartig zu äußern (… und sein Sie unbesorgt, Ihre Religion, Ihr Geschlecht und Ihre sonstigen Lebensarten/-gewohnheiten interessieren mich dabei wirklich nicht).

    Schlussendlich haben Sie Ihre Art Wahlergebnisse auszuwerten und ich die meine. Selbst kann ich es gut dabei bewenden lassen. Der Verortung meiner Partei in der politischen Mitte bin ich mir bewusst und kann das gut darstellen. Freilich gelingt das nicht einfach gegenüber Menschen, welche sich einer persönlichen Null-Toleranz gegenüber der AfD verschrieben haben und nicht willens sind die Argumente meiner Partei unbefangen und vorurteilsfrei anzuhören. Ich hoffe Sie haben sich ausreichend Toleranz behalten, um sich einem konstruktiven Diskurs nicht zu verschließen. Es wäre schon gut, wenn man Sie nur überzeugen könnte, dass die AfD als Gesamtpartei einen Nazivergleich nicht verdient und sich zudem für das Wohl unserer BürgerInnen und unseres Staates einsetzt. Wen aber die Art und Weise der AfD, sowie deren politische Zielsetzungen nicht ansprechen, derjenige hat vielfältig andere Optionen. Deswegen ist es überhaupt nicht schlimm, dass Sie sich offenbar nicht von der AfD Politik angezogen fühlen. Ihnen wünsche ich deshalb trotzdem viel Erfolg auf Ihrem (aktiv mitgestaltenden oder vielleicht mehr passiv-beobachtenden) politischen Kurs. Schön, wenn uns dieser bei den bewegenden Fragen unserer Zeit auf einen guten Weg bringt – sei es in Fragen von Sozialem, Umwelt, Bildung oder Ökonomie.

    Haben Sie sich durch meine erste Kommentierung persönlich angegriffen gefühlt, dann tut mir das leid. Harsche Worte vertragen auch harsche Erwiderung – so durfte ich annehmen. Es war und ist nicht meine Absicht Sie oder sonst eine(n) Bürger(in) persönlich anzugreifen.
    Zum Spielstand: Ich bleibe bei meinem Regelwerk und meiner Ergebnisfeststellung, gestehe Ihnen aber einen Ehrentreffer wegen Ihrer qualitativ schon deutlich besseren zweiten Erwiderung zu 🙂

    Vielen Dank für Ihre Äußerungen!

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