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Leserbrief: Bemerkung zur Lesermeinung aus der Kurierausgabe vom 15. Juni 2019


Bemerkung zur Lesermeinung von Herrn Uwe Jentzsch in der Ausgabe des „Kurier“ vom 15.06.2019; am 14.06.2019 als E-Paper verfügbar

https://www2.kurier-verlag.com/Online_PDF/2019KW24/page.pdf

Sehr geehrter Herr Jentzsch,
prima, dass Sie sich zu einem aktuellen Thema sachlich geäußert haben. Auch der Einsatz gekürzter Darstellungen und schlagwortartiger Thematisierung ist sicher legitim. Nur sollte das inhaltlich trotzdem richtig sein, keine Unwahrheiten verbreiten.
Sie behaupten, dass es laut AfD keinen Klimawandel gibt.

Woher haben Sie solches Fehlwissen?
Gern kann ich Ihnen zahlreich Beispiele nennen, bei welchen Grüne ökologische Prognosen treffen, welche jeglicher realen Grundlage entbehren. Auch FDP Angehörige wären aufzählbar, denen ökonomischer Sachverstand fehlt. Sozialdemokraten, welche klar antisoziale Positionen haben. Ebenso Christdemokraten, welche eindeutig keine christlich-humanen Werte unterstützen. Deshalb mag es auch innerhalb der AfD vereinzelt Leute geben, welche den Klimawandel leugnen; das streite ich nicht ab, obwohl mir niemand persönlich bekannt ist.

Doch die AfD als Gesamtpartei erkennt und bestätigt den Klimawandel selbstverständlich, trägt dem in ihrer parteilichen Zielsetzung auch ausdrücklich Rechnung. Nur, gegensätzlich zu den Grünen bspw., setzt die AfD vorrangig auf wissenschaftlich belastbare Beweise und gibt deshalb zu bedenken, dass die gegenwärtige Erderwärmung nicht gesichert auf menschliches Tun zurückzuführen ist. Der direkte CO² Ausstoß ist nur zu einem sehr kleinen Bruchteil menschlich verursacht. Dies ist einwandfrei belegt und gern können Sie dazu noch weit bessere Expertise einholen, als ich sie liefern kann. Ob jedoch der indirekte menschliche Einfluss, bspw. durch die rapide und quantitativ immense Zunahme der Weltbevölkerung, welche folglich immer höheren Ressourcenbedarf (Waldrodungen, Massentierhaltung …) aufzeigt, ebenso das globale Klima nachhaltig verändert, ist nicht einwandfrei nachgewiesen. Vielmehr ist dieses im hoch spekulativen Bereich, wird dabei aber gern durch Klimafanatiker genutzt, um Leute zu beeinflussen, wobei dem sehr oft ein klarer kommerzieller Gedanke (Klima-Öko-Industrie) innewohnt.

Gerade erst erlebten wir in einer schnellschussartigen Überreaktion das „auf Teufel komm raus“ Protegieren der Elektromobilität. In China, mittlerweile oft technologisch-innovativer Vorreiter, geht man erkennbar von der Elektromobilität ab, setzt dafür wieder auf fossile Brennstoffe oder andere alternative Energiegewinnung. Eine große Rolle spielt die Weiterentwicklung von Wasserstoffantrieben. Diese Technologien bieten heute schon einen Wirkungsgrad von 30% bis 60%, theoretisch sollten über 90% Wirkungsgrad erreichbar sein. Dabei ist es ein Verfahren ohne Schadstoffausstoß und wirkt somit (in der Theorie) dem weiteren CO² Anstieg in der Atmosphäre entgegen. Trotzdem würde ein derartiger Kfz-Antrieb heute noch zur Brennstoffzelle einen zusätzlichen Elektromotor benötigen, also den umwelttechnischen Anforderungen nicht genügen. Auch ausreichende Speichermöglichkeiten für den Wasserstoff müssen weiterentwickelt werden. Das Wasserstoff aktuell am besten aus Erdgas gewonnen werden kann, ist ebenso richtig, wie die damit einhergehende Weiternutzung fossiler Brennstoffe. Deshalb ist der Wasserstoffantrieb, basierend auf „kalter Verbrennung“ dennoch viel zukunftsweisender als der ökologisch unsaubere Elektroantrieb. Eine wirkungsgradhöhere, technisch ausgereiftere Wasserstoffwirtschaft könnte zukünftig in nahezu allen Arbeits- und Lebensbereichen als umwelt- und ressourcenschonender Energiebereiter angewandt werden. Bis dahin bedarf es aber noch erheblicher technischer Entwicklungen.

Bis es soweit ist, werden wir im Sinne der Aufrechterhaltung unserer vitalen Energieversorgung, nicht um einen abgewogenen Mix aus atomarer, fossiler Brennstoff erzeugten sowie erneuerbaren Energiegewinnung herumkommen. Jede andere Entscheidung ist verantwortungslos. Deshalb lehnt die AfD in deren jeweils aktueller Form auch das „Erneuerbare Energien Gesetz“ ebenso ab, wie das Pariser Klimaabkommen, unterstützt aber umfänglich die Erforschung und Implementierung neuer und (wirklich) sauberer Energiegewinnung.

Die AfD ist sich der Ernsthaftigkeit eines sich global verändernden Klimas und dessen teilweise gravierender Folgen für die Weltbevölkerung sehr bewusst; setzt große Anstrengungen darein, unsere Umwelt für uns und neue Generation lebenswert zu erhalten.

Umwelt- und Klimaschutz sind wichtige Themen der AfD Parteipolitik. Gern können Sie uns dazu ansprechen und unsere Arbeit unterstützen.

Mit freundlichem Gruß
Uwe Rückert

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