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Phänomene, Sensationen und Wunder – Kurioses vom Altenburger Land und darüberhinaus


Während nun in Erfurt noch immer völlig offen steht, wie und mit wem sich eine neue Landesregierung konstituieren wird; geben sich die marxistisch-leninistischen Wunderknaben mit Blick in die rot-grüne Glaskugel im Altenburger Land schon siegessicher.

Dabei steht zum Zeitpunkt noch völlig offen, ob nicht alle drei bürgerlichen Parteien im Landesparlament doch den Weg der Vernunft beschreiten und zueinander finden. Damit wäre dem mehrheitlich legitimierenden Wählerwillen wohl entsprochen und ein links-grünes Experiment, uns dreißig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung zu einem klimaneutralen, neuen Sozialismus zu führen, beendet. Denn es ist schon bedrückend daran zu denken, dass 1989 viele Menschen mutig für Selbstbestimmung und Freiheit auf die Straße gingen; die Errungenschaft dieser friedlichen Revolution nun weitere fünf Jahre ad absurdum geführt werden sollen.

Es war schon nicht ungeschickt, wie Herr Ramelow im zurückliegenden Wahlkampf eine klare Distanz zur seiner Partei hielt. Zumindest zeugten seine personifizierten Wahlplakate ohne jedes Logo von Die Linke davon, dass man lieber auf Personenwahl als auf parteiliche Programmatik setzte. Doch sollte das niemanden darüber hinwegtäuschen, für welche politischen Zielsetzungen der (Noch?) Ministerpräsident steht. Er ist ein Frontmann der SED Nachfolge(Unrechts)partei, mit welcher zusammenzuarbeiten sich alle bürgerlichen Parteien im liberalen und konservativem Spektrum richtigerweise verweigern.

Doch sei seinen Anhängern das gegenwärtige Bejubeln einer noch rein hypothetischen RRG Minderheitsregierung herzlich gegönnt. Immerhin soll Vorfreude bekanntlich die schönste Freude sein. Und noch ist nicht ausgeschlossen, dass auf diese Vorfreude doch noch rot-grünes Trübsal folgt. Denn ein Einvernehmen zwischen den bürgerlichen Parteien ist durchaus im Bereich des Möglichen und wäre im Angesicht des klaren, mehrheitlichen Wählerauftrages zur Bildung einer liberal-konservativen Regierung folgerichtig.
Eine phänomenale Sensation ist gegenwärtig auch der laute Applaus für das Einbringen des Standortes Altenburg zum Aufbau einer Glücksspiel regulierenden Bundesbehörde. Auch hier erleben wir wieder Wunder über Wunder; hat doch Herr Kemmerich (FDP) diesen guten Vorschlag vorgebracht und nicht Pro Altenburg. Doch sattelt das parteilose Bürgerbündnis genau dort auf und möchte sich wohl gern mit diesem Lorbeerkranz schmücken.

Ich für meinen Teil halte es mal so: „Stellvertretend für Ihre FDP Landespartei danke ich Ihnen, Herr Stadtrat Zschiegner, für diese gute Initiative zum Vorteil Altenburgs.“

Und etwas bedächtige Vorsicht bleibt dennoch zurück. Denn Fakt ist, dass Herr Ministerpräsident Ramelow es offenbar höchst desinteressiert völlig verschlief unser Altenburger Land anspruchsgerecht in die umfangreichen Fördermaßnahmen der Kohlereviere einzubringen. Sollte man nun versuchen unseren Landkreis mit der Ansiedlung einer ca. 100 Mitarbeiter umfassenden Behörde allein „abzuspeisen“, dann wäre das in keinem erklärlichen Verhältnis. Wir haben sehr viele Familien, welche beruflich mit den umliegenden Kohlerevieren und deren nachfolgender Industrie verbunden sind. Deshalb müssen für diese Menschen gute Pläne umgesetzt werden, was auch den Weiterbetrieb von MIBRAG und LEAG Kraftwerk Lippendorf in den kommenden Jahren bedarf. Hier sollte große politische Energie investiert werden, damit die noch auf Kohle basierenden Industrien sich eigenständig weiter zu neuen, zukunftsfähigen Unternehmen mit guten Arbeitsplätzen transformieren können. Hier nur ansatzweise vor 2038 Schließungen zu fordern gefährdet unnötig Arbeitsplätze, Energiesicherheit und tragfähige Umstrukturierung; wird zudem Milliarden Steuergelder kosten sowie die sinnvolle Renaturierung der Tagebaugebiete gefährden.

Unser Landkreis ist voller Potential und wir haben großartige Unternehmer(innen), welche mit Mut und Tatkraft ganz wesentlich die guten Geschicke im Altenburger Land mitbestimmen. Doch gibt es auch reihenweise Potemkinsche Dörfer, von improvisatorisch rot-grün dekorierten Schaufenstern in den (zu) vielen leerstehenden Ladengeschäften bis zu den umfangreichen Entlassungen von Schlachthofmitarbeitern, welches kurioserweise zu keinem lauten Aufschrei unserer Fans einer RRG Minderheitsregierung führt. Und warum dieses Phänomen links-grünen Stillschweigens, wenn 110 Arbeitsplätze (Vergleich: etwa 100 Arbeitsplätze soll die Bundesbehörde bringen, wenn denn bei uns angesiedelt) eines in Altenburg arbeitenden Unternehmens wegrationalisiert werden? Liegt es vielleicht daran, dass diese Leute größtenteils keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und als billige Arbeitskräfte aus Rumänien, Bulgarien … stammen? Entweder ist es ein Wunder, oder eben doch nur unehrliche Scheinheiligkeit. Da wird größtes Mitgefühl für illegal einreisende Wirtschaftsflüchtlinge gezeigt, welche nachweislich dauerhaft das deutsche Sozialsystem belasten. Aber im Rahmen der EU Freizügigkeit oft nur für einen Hungerlohn die harte Schmutzarbeit bei uns verrichtende Europäer sind des Mitgefühls unserer klimaschützenden Windrad-Genossen wohl nicht wert.

Phänomene, Sensationen und Wunder; oder doch nur billiges Laientheater schauspielernder Illusionisten? Da kann sich bestimmt jeder selbst ein Urteil bilden.

Uwe Rückert
Stand: 31. Januar 2019 – „BREXIT Day“; der Anfang vom Ende, wenn Brüsseler Bevormundung und Überregulierung eine ursprünglich gute EU Staatengemeinschaft zugrunde richten

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