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Schnee und Eis hinterlassen ihre Spuren auf dem regionalen Arbeitsmarkt

  • Jahreszeitlich bedingter Anstieg der Arbeitslosenzahlen
  • 12.809 Menschen sind in der Region ohne Beschäftigung
  • Arbeitslosenquote klettert auf 6,9 Prozent, liegt damit aber 0,7 Prozentpunkte unter der Quote des Vorjahres
  • Bestand an zu besetzenden Arbeitsstellen weiterhin hoch – aktuell 4.261 Stellen gemeldet

„Schnee und Eis lassen die Arbeitslosenzahlen zu Beginn des Jahres spürbar ansteigen“ – kommentiert Birgit Becker, Leiterin der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Die Ursachen hierfür sind jahreszeitlich sowie konjunkturell bedingt. Nach dem Weihnachtsgeschäft wird vor allem aus den Bereichen Handel und Gastronomie Personal entlassen. Und auch aus den witterungsabhängigen Gewerken wurde in den letzten Wochen wieder vermehrt Personal freigestellt. Die meisten haben aber die Zusage, im Frühjahr wieder eingestellt zu werden. Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in Ostthüringen bleibt dennoch auf hohem Niveau, wie die Zahl der offenen Stellen belegt.

Aktuell sind 12.809 Menschen ohne Beschäftigung, 1.092 mehr als im Dezember, aber 1.415 weniger als im Januar vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote klettert auf 6,9 Prozent, liegt damit 0,7 Prozentpunkte unter der Quote des Vorjahresmonats. Der Zugang an neu gemeldeten Stellen steigt sogar und erreicht 989, 148 mehr als im Dezember. Der Bestand an offenen Stellen sinkt jedoch leicht auf 4.261. Vor einem Jahr im Januar gab es 286 (- 6,3 Prozent) offene Stellen mehr im Bestand.
Gesucht werden nach wie vor Fachkräfte in den Bereichen Metall und Elektro, im Gesundheitswesen, im Handel und der Gastronomie.

Die Arbeitslosigkeit ist im Januar um 1.092 auf 12.809 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1.415 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 6,9%; vor einem Jahr hatte sie sich auf 7,6% belaufen. Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosigkeit bei 5.051, das sind 922 mehr als im Vormonat und 420 weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,7%. Im Rechtskreis SGB II gab es 7.758 Arbeitslose, das ist ein Plus von 170 gegenüber Dezember; im Vergleich zum Januar 2018 waren es 995 Arbeitslose weniger. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 4,2%.

Im Januar meldeten sich 3.362 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 252 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.276 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 24 mehr als im Januar 2018.

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen.

Jugendliche
Aktuell sind 888 Jugendliche ohne Beschäftigung, 34 mehr als im Dezember, aber 185 (-17,2%) weniger als vor einem Jahr im Januar.

Ältere
Bei älteren Arbeitslosen ab 50 bis unter 65 Jahren ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Dezember ebenfalls gestiegen. 5.725 Personen sind hier ohne Beschäftigung, 588 mehr als im Vormonat, aber 477 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der 55 bis unter 65-jährigen Arbeitslosen stieg ebenfalls – um 404 Personen und liegt aktuell bei 3.976. Im Januar des letzten Jahres lag die Zahl noch bei 4.189.

Ausländer
Ebenfalls leicht gestiegen ist die Zahl der arbeitslosen Ausländer. Aktuell sind 1.267 Personen betroffen, 37 mehr als im Dezember. Zum Vorjahresmonat ist die Zahl allerdings leicht rückläufig, damals waren 1.347 arbeitslos.

Langzeitarbeitslose
4.489 Personen zählen zu diesem Personenkreis, 68 mehr als im Dezember, aber 612 weniger als vor einem Jahr. Damit folgt die Entwicklung der Zahlen bei dieser Personengruppe dem allgemeinen Trend.

Schwerbehinderte
Aktuell sind 877 Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ohne Job, 66 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zu Januar 2018 haben sich keine nennenswerten Veränderungen ergeben.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Altenburg – Gera waren im Januar 4.261 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 42 oder 1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 286 Stellen weniger (+6 Prozent). Arbeitgeber meldeten im Januar 989 neue Arbeitsstellen, das waren 37 oder 4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zudem wurden im Januar 1.023 Arbeitsstellen abgemeldet, 32 oder 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Arbeitgeber meldeten im Januar 989 neue Arbeitsstellen, das waren 37 oder 3,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gesucht werden Fachkräfte im Bereich Metall, Elektro, der Gesundheitsbranche, im Dienstleistungssektor, in der Gastronomie und im Bereich Verkehr und Lagerei.

Geschäftsstellenbezirk Altenburg

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 277 auf 3.675 Personen gestiegen. Das waren 361 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 8,0%; vor einem Jahr belief sie sich auf 8,8%. Dabei meldeten sich 809 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 80 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 537 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+11).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 16 Stellen auf 997 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 22 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Januar 283 neue Arbeitsstellen, 55 mehr als vor einem Jahr.

Jobcenter Altenburger Land

Im Jobcenter Altenburger Land gab es im Januar 4.503 Bedarfsgemeinschaften mit 7.789 Leistungsempfängern. Im Vormonat waren es 4.515 BG mit 7.756 Beziehern von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Auch im Altenburger Land ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Jobcenter gegenüber November leicht gestiegen. Aktuell sind 2.389 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vormonat waren es 65 Personen weniger.

Ein Kommentar vorhanden

  1. Ich versuche seit 3 Jahren wieder eine Arbeit zu bekommen aber das Amt oder die Sachbearbeiter sind anscheinend nicht in der Lage zu sein mir eine Arbeit zu besorgen und wenn es nur als Helfer ist. Meine Frau und Ich haben eine fast 3 jährige Tochter und es reicht nicht vorne und hinten aus das Geld.

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