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SPD-Kreisverband nominiert Frank Rosenfeld als Landratskandidaten

Frank Rosenfeld will Landrat werden (Foto: SPD)


Auf einem Kreisparteitag am 06.01.2018 im Ratskeller nominierten 44 Mitglieder des SPD-Kreisverbandes Altenburger Land nahezu einstimmig mit einer Enthaltung Frank Rosenfeld als ihren Landratskandidaten.

In einer engagierten Rede präsentierte der 52jährige Fachanwalt für Verwaltungsrecht seinen Lebenslauf mit Stationen in Liverpool, Passau, Tours, Hamburg, an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer sowie in Erfurt und skizzierte seine politischen Vorstellungen. Der Landkreis habe es verdient, wieder mit Fachkompetenz geführt zu werden. Auch die Menschen im Landkreis hätten es verdient, dass die Mitarbeiter des Landkreises ihnen gegenüber als Dienstleister aufträten. Ein Sozialdemokrat bringe eine Perspektive von unten mit, die Verwaltungshandeln und politische Entscheidungen an der Frage ausrichte, was den Bürgerinnen und Bürgern nütze.

Den neuen Landrat erwarte eine Verwaltung des Mangels. Rosenfeld kritisierte die mangelhafte Finanzausstattung der Kommunen durch Land und Bund. Die kommunale Selbstverwaltung werde durch immer mehr Fördermittelprogramme ausgehöhlt. Es wäre besser, den Kommunen das Geld direkt zu geben. Angesichts dieser Rahmenbedingungen komme es umso mehr auf Effizienz und Effektivität in der Verwaltung an.

Im Landratsamt selbst fehle es bis heute an einem Personalentwicklungsplan. Mitarbeiter hätten aber einen Anspruch auf eine Zukunftsperspektive, wenn sie qualifizierte Arbeitsleistungen erbringen wollen.

Die Kreisgebietsreform bezeichnete Rosenfeld als tot. Diese habe der SPD-Kreisverband Altenburger Land von Anfang an als kritisch angesehen. Während andere Parteien aber ihre Rolle auf Neinsager reduzierten, habe der SPD-Kreisverband hinter den Kulissen mit dafür gesorgt, dass Altenburg Kreissitz geblieben wäre. Umso besser, wenn der Status nun ohnehin erhalten bleibe. Die Herausforderung bestehe nun in einer besseren Vernetzung und Aufgabenteilung zwischen den Landkreisen.

Als Beispiele für eine Politik, die sich an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger ausrichte, nannte Rosenfeld eine kostenlose Kontoführung für gemeinnützige Vereine bei der Sparkasse, den fortgesetzten Kampf gegen Krankenhauskeime im Krankenhaus und den Breitbandausbau im ländlichen Raum.

Unternehmer definierte er als Menschen, deren Wertschöpfungskraft dafür sorgt, dass Arbeitsplätze entstehen. Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung nutze daher allen Bürgern. Daher sollte etwa im Bauamt und im Umweltamt eine kooperative Haltung und Beratung anstelle von Verboten im Vordergrund stehen.

Die Qualität der Verwaltung ließe sich zudem durch die Entwicklung von persönlichen Netzwerken erreichen. Gemeinsame Fachveranstaltungen etwa für die Bauämter der Städte und Gemeinden könnten dazu beitragen. Statt nur Bedenkenträger zu sein, könnte das Landratsamt gemeinsam mit den Städten und Gemeinden Lösungen koordinieren, zum Beispiel bei der Schaffung von Wohnraum für Familien, deren Lebensverhältnisse in den angrenzenden Ballungsräumen immer schwieriger würden. Ein Landrat sei auch nicht gehindert, aktiv persönlich das Gespräch mit den Oberbürgermeistern von Leipzig, Chemnitz und Zwickau sowie den Landräten der Nachbarkreise zu suchen, um Win-Win-Situationen bei der Tourismusvermarktung und der Wirtschaftsansiedlung zu erkennen und umzusetzen. Vereins- und Verbandsmitgliedschaften mit schönen Bildern seien insofern nicht ausreichend.

Der SPD-Kreisverband Altenburger Land mache den Wählerinnen und Wählern ein faires Angebot. Sein Personalvorschlag beinhalte Fachkompetenz in Verwaltungsrecht und den Verwaltungswissenschaften. Der Führungsstil des Kandidaten werde konsequent und partizipativ sein. Mitarbeiter und Bürger sollen sich mit ihrer Fachkompetenz verantwortlich einbringen können. Das Leitmotiv für alle Entscheidungen solle die Frage sein: Was nützt den Bürgerinnen und Bürgern? Regelmäßige Gesprächsveranstaltungen mit Bürgern auf Augenhöhe helfen, deren Willen nicht aus den Augen zu verlieren und Bodenhaftung zu bewahren. Der Kandidat SPD bedeute mehr Gewicht und mehr Fachkompetenz für unseren Landkreis.

Viele der Anwesenden kündigten ausdrücklich ihre Unterstützung des Kandidaten an, darunter namentlich Dr. Hartmut Schubert, Michael Wolf, Thomas Jäschke, Volker Schemmel, Peter Friedrich, Sven Schrade und Sabine Franke.

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