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Steigende Personalbedarfe in der Pflege


Die Uhr tickt – Fachkräftemangel in der Pflege – mit der Arbeitsagentur qualifizieren und Nachwuchs gewinnen

Betriebe in der Pflegebranche haben in den vergangenen fünf Jahren deutliche Beschäftigungszuwächse verzeichnet, das zeigt ein Blick auf die aktuelle Beschäftigungsstatistik vom Juni 2018. So gab es im Bezirk der Arbeitsagentur Altenburg-Gera 207 Betriebe in der Pflegebranche, die im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege mehr als 7.370 Beschäftigte hatten. Fünf Jahre zuvor waren es nur 6.720, ein Anstieg um 9,6 Prozent.

Pflege – ein Beruf mit Zukunft

Der Anteil der Älteren an Deutschlands Bevölkerung steigt, während die Zahl der Jüngeren sinkt. Im gleichen Maß gilt das auch für die Beschäftigten. Hier werden in den nächsten Jahren verstärkt Altersabgänge in Rente hinzukommen, die die Fachkräftebedarfe weiter steigen lassen. Dieser demografische Aspekt konnte bislang auch durch Zuwanderung nicht ausgeglichen werden. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen und so eröffnen sich bereits heute gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Fachkräftemangel – immer häufiger ist dieses Wort in den Medien zu hören. Aber was genau bedeutet dies mit Blick auf die Pflegeberufe?

Die Beschäftigungsstatistik von Juni 2018 offenbart den Mangel. Im Agenturbezirk Altenburg-Gera ist beispielsweise die Relation Arbeitslose gegenüber offener Arbeitsstellen in der Altenpflege gravierend. 1,2 Arbeitslose stehen statistisch gesehen einer offenen gemeldeten Arbeitsstelle gegenüber. Für das Unternehmen ist damit kaum noch eine Auswahl an Bewerbern möglich, welche die geeigneten Qualifizierungen bereits besitzen. Keine Berücksichtigung in der Statistik finden dabei Rahmenbedingungen ob ausreichend Mobilität der Bewerber vorhanden ist, die Arbeitszeitvorstellungen zwischen Arbeitnehmer und Unternehmen identisch sind oder aber die Gehaltsvorstellungen einhergehen. „Umso wichtiger ist es, dass wir als Agentur für Arbeit Altenburg-Gera Qualifizierungen in Pflegeberufen maßgeblich unterstützen und so Pflegefachkräfte von morgen rekrutieren- so Birgit Becker, Leiterin der Arbeitsagentur Altenburg-Gera“.

Schulabgänger, die sich für dieses Berufsfeld interessieren sollten wissen, dass zum 1. Januar 2020 die Ausbildungsberufe Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpfleger zum Pflegefachfrau/Pflegefachmann zusammengeführt werden. Ziel ist es, nach drei Jahren einen generalistischen Berufsabschluss zu erwerben, der einen Arbeitseinsatz in Pflegeheimen genauso ermöglicht wie in Kliniken.

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