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Thomas Rudys „versehentlicher“ Schuss in die Achillesferse eines Parteimitstreiters


Mit Würde und Anstand wollte ich ein unschönes Kapitel AfD interner Kontroversen beenden und die weitere Energie allein auf die Sacharbeit verwenden.

Doch bin ich seit dem 23. August bis heute nahezu durchgängig angesprochen und angeschrieben worden, mit dem überwiegenden Tenor „Lass dir das nicht gefallen. Erkläre den Leuten öffentlich wie übel dir mitgespielt wurde.“

Wenn ich dem nun nachkomme, erfordert das einen zeitlichen Blick zurück. Dabei erspare ich mir auf die Causa Rydzewski einzugehen. Hier handelte es sich wohl tatsächlich um einen Sonderfall, bei welchem ein Ex-Landrat die AfD als Vehikel für seine ganz persönlichen Machtambitionen nutzen wollte. Das fiel auf und Rydzewski fiel runter.

Aber die AfD im Altenburger Land fristete über Jahre ein Schattendasein im Hinterzimmer eines ländlichen Lokals. Dann, rund um die Landratswahlen 2018, gab es eine historische Chance sich mit einem starken Kandidaten durchzusetzen. Dieser jedoch verlor noch im Zuge seiner Kandidatur die Parteimitgliedschaft. Warum? Welche Motivlage gab es, dass man sich als Partei von einem erfolgreich wahlkämpfenden Kandidaten, der noch dazu über gehörig Unterstützung aus der Bevölkerung verfügte, trennt? … Antwort* folgt.

Im Zuge der anstehenden Kommunalwahlen im Mai 2019 bot sich die Möglichkeit einer offenen Liste, welche es erlaubt hätte, mit sehr potenten Kandidaten im Stadtrat von Altenburg eine starke Fraktion zu bilden und die Interessen vieler Wähler dort zu vertreten. Doch wurde hier mit einer durchaus gewichtigen Begründung eine Unvereinbarkeit seitens der Partei festgelegt, weshalb ein Großteil der kooperationsbereiten Kandidaten nicht auf eine gemeinsame Liste durfte. Daneben spielten jedoch weitere Motivlagen einzelner Protagonisten herein, welche die Ausgangssituation der AfD im Altenburger Land erheblich schwächten. Welche das waren? … Antwort* folgt.

Zusammengefasst und in Neudeutsch müsste man es wahrscheinlich als „Braindrain“ bezeichnen, was sich die regionale AfD im Altenburger Land regelmäßig vor wichtigen Wahlen leistet. Damit will ich auch nicht diese aufrechten AfD Mitglieder und Unterstützer diskreditieren, welche der Partei unverbrüchlich zur Seite stehen. Aber wie regelmäßig eben die potentesten und leistungsstärksten Kandidaten aus dem Rennen geschossen werden, ist eben doch auffällig.

Damit komme ich zum aktuellen Fall meiner eigenen Person. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich aktiv als Direktkandidat für den Thüringer Landtag beworben. Vielmehr wurde ich mehrfach dazu angefragt und schließlich bei der parteiinternen Aufstellungsversammlung vorgeschlagen. Da es parteiintern für die Direktkandidatur im Wahlkreis 44 keinen Gegenkandidaten gab und eine ganz deutliche Mehrheit unserer Mitglieder für mich votierte, nahm ich die Kandidatur an. Mir war dabei immer wichtig klarzumachen, dass ich mich gern gegen die Kandidaten anderer politischer Parteien im Wettbewerb messe, aber niemals gegen einen parteiinternen Mitbewerber antreten würde. Denn ich sehe das Landtagsmandat tatsächlich als große Pflicht und hohe Verantwortung gegenüber den Wählern und der eigenen Partei, nicht aber als persönliche Befriedigung rein egoistischer Motive. Zudem fragte ich nach vollumfänglicher Unterstützung meiner Parteimitglieder im bevorstehenden Wahlkampf an, welche mir ausnahmslos zugesagt wurde. Unter diesen Rahmenbedingungen trat ich als Direktkandidat nach außen und nahm sukzessive den Wahlkampf auf.

Um als Direktkandidat zugelassen zu werden, bedarf es eines Wahlvorschlages. Dieser Wahlvorschlag muss durch den Landesvorstand der Partei genehmigt und anschließend beim zuständigen Kreiswahlleiter frist- und formgerecht eingereicht werden. In unserer Aufstellungsversammlung wurde neben mir noch Herr MdL Thomas Rudy als Direktkandidat für den Wahlkreis 43 benannt. Verantwortlich zur Einholung der notwendigen Bestätigung des Landesvorstandes sowie zur Weiterreichung des Wahlvorschlages ist eine gewählte und darauf schriftlich verpflichtete Vertrauensperson. Im Fall von Thomas Rudy und mir wurde ein und dieselbe Vertrauensperson benannt und verpflichtet, nachdem diese ihre Bereitschaft zur Übernahme dieser verantwortlichen Aufgabe erklärte. Dabei handelt es sich um eine Dame, welche beruflich für den AfD Landesvorstand und Herrn Thomas Rudy tätig ist.

Aufgrund der räumlich unmittelbaren Zusammenarbeit von Herrn Thomas Rudy mit dem AfD Landesvorstand in Erfurt, nahm er seinen und meinen Wahlvorschlag an sich, um für beide die Bestätigung des Landesvorstandes einzuholen. Anschließend sollten beide Wahlvorschläge durch ihn bzw. die dazu verpflichtete Vertrauensperson zur Überprüfung beim Kreiswahlleiter eingereicht werden.

Nachdem unsere Aufstellungsversammlung etwa sechs Monate zurückliegt, ging ich ganz unbedingt davon aus, dass die Wahlvorschläge von Thomas Rudy und mir bereits seit vielen Wochen beim Kreiswahlleiter liegen und ohne Änderungsbedarf akzeptiert worden waren. Auch war ich schon sehr frühzeitig im ersten Halbjahr 2019 beim Vorstand der Landespartei und erfuhr im persönlichen Gespräch vollkommene Bestätigung für meine Kandidatur.

Interessant wird nun, dass spätestens mit Ende der Kommunalwahlen (Anzeichen dafür gab es bereits vorab) eine heftige interne Debatte in der Altenburger AfD ausbrach. Im Wesentlichen wurde/ wird diese zwischen Herrn Thomas Rudy und Frau Ute Waltz einerseits, sowie mir andererseits energisch geführt. Hauptthema der Diskussion sind die interne Führungskultur sowie einige Ausrichtungen, welche ich wohl begründet in Frage stelle. In der Folge wurde mir erkennbar nicht nur die Unterstützung durch diese und wenige weitere Personen entzogen, es wurde darüber hinaus offen und verdeckt gegen mich und meine Direktkandidatur gearbeitet.

Als erfahrener militärischer Vorgesetzter sind mir reale Begegnungsgefechte nicht fremd und ich scheue auch im Alltag nie vor Konfrontation zurück, wenn ich diese für notwendig und gerechtfertigt erachte. Unsere politischen Mitbewerber der anderen Parteien haben dieses vereinzelt erfahren und werden es sicher bestätigen können. Doch sind mir eine starke Eigenpositionierung und das Halten der Front gegen politische Kontrahenten dann schwierig bis unmöglich, wenn man durch eigene Leute unterminiert und angegriffen wird. Das jedoch lässt sich im Fall von Herrn Thomas Rudy und Frau Ute Waltz nach Monaten dauernden Agierens gegen mich gar nicht mehr anders darstellen.

Nun ließe sich ggf. erahnen, dass derartige persönliche Diskrepanz auch dem „zufälligen“ Auftreten formaler Fehler Vorschub leisten könnte. Es ließe auch den Gedanken zu, dass mein eigener Wahlvorschlag in den Händen von Herrn Thomas Rudy und seiner Angestellten möglicherweise mit Bedacht und Vorsatz niemals den Weg zum Kreiswahlleiter fand. Es ließe über die Option nachdenken, dass mit kaltschnäuziger Dreistigkeit meine sicher nicht wenig erfolgversprechende Direktkandidatur verhindert wurde und somit ein „aufmüpfiges“, unliebsam gewordenes Parteimitglied der Altenburger AfD „aus dem Weg geräumt“ wurde. Man könnte darauf kommen, dass meine untadelige Vita und die Tatsache, dass ich niemals mit politisch linken und rechten Rändern kokettiert habe, dass ich weder rassistische noch homophobe Denkweisen besitze, schlicht keine Angriffsfläche finden lassen, um mich begründet „auszubooten“; deshalb nur der eingeschlagene Weg einer dreisten Verhinderung meiner Kandidatur durch widerrechtliches Einbehalten meines Wahlvorschlages blieb.

Aber das sind lediglich nur Gedanken, welche in Gesamtbetrachtung der Situation einem aufmerksamen Beobachter kommen könnten. Richtig wird wohl sein, dass die Nichteinreichung meines Wahlvorschlages tatsächlich ein reines „Versehen“ von Herrn Thomas Rudy und unserer gemeinsamen Vertrauensperson war.

Da bin ich zudem noch froh, dass es Herrn Thomas Rudy zusammen mit unserer gemeinsamen Vertrauensperson gelungen ist, zumindest seinen eigenen Wahlvorschlag fristgerecht einzureichen. Das geschah dann auch terminlich so eng, dass es selbst den Mitarbeitern im Büro des Kreiswahlleiters nicht mehr möglich gewesen wäre mich über das Fehlen meines eigenen Wahlvorschlages zu informieren (wozu sie zudem überhaupt nicht verpflichtet sind).

Und kurios bleibt bei all den „Versehen“ auch, dass die Wahlvorschläge von Thomas Rudy und mir seit einem halben Jahr zusammengehalten wurden, gemeinsam alle notwendigen administrativen Prozesse durchliefen – so zumindest wurde es mir zugesichert. Da muss mein Wahlvorschlag dem Herrn Thomas Rudy wohl auch „versehentlich“ aus der Tasche gefallen sein, als er glücklicherweise noch in der Lage war seinen eigenen Wahlvorschlag beim Kreiswahlleiter einzureichen. Dumm gelaufen und Absicht kann man da wohl nicht unterstellen – wäre ja bei gemeinsam antretenden Direktkandidaten ein und derselben Partei auch abwegig, selbst wenn zwischen beiden erhebliche persönliche Diskrepanzen bestehen.

Man könnte nun versuchen die eingangs gestellten Fragen zu beantworten. Die Antwort* könnte dann lauten, dass Herr Thomas Rudy, Frau Ute Waltz und wenige andere es nicht dulden, wenn charakterstarke, aufrichtige, kompetente und intelligente Leute in der AfD des Altenburger Landes erfolgreich sind und Zustimmung bei Mitgliedern und Wählern finden. Man könnte weiterhin interpretieren, dass Bauernschläue von Thomas Rudy und weniger Protagonisten um ihn herum sich stets gegen wahre Intelligenz durchsetzt. Es wäre herauszulesen, dass die Köpfe, welche inhaltlich-sachlich arbeiten und der AfD im Altenburger Land ein berechtigt positives Profil geben, derweil von wenigen Intriganten (welche parteilich-programmatisch NULL Beitrag leisten) abgesägt werden.

Selbst könnte ich der irrigen Annahme unterliegen, dass Herr Thomas Rudy und Frau Ute Waltz meine Person nutzten, um mich als Pacemaker voran zu schicken, die AfD beim Wähler hoch in Gunst zu bringen, und – mir im Windschatten folgend – mich kurz vor der Ziellinie zu eliminieren; mir den Pfeil in die Achillesferse zu schießen.

Ein guter Bekannter von mir beschrieb diesen Vorgang als „negative Auslese“. Damit meinte er, dass der Nukleus eines wenig gut agierenden Grüppchens jeden beseitigt, welcher diesem in Charakter, Stärke und Intellekt überlegen ist. Würde man ein solches Verhalten nun tatsächlich bei den Protagonisten um Thomas Rudy und Ute Waltz erkennen können, dann wären sie wohl ganz schnell wieder dort, von wo sie kamen – im Hinterzimmer eines Landgasthofs.

Deshalb ist eine Möglichkeit wie hier geschildert wohl abwegig und der Schuss in meine Achillesferse war dann doch nichts mehr als ein unbeabsichtigtes „Versehen“. Eben ein dummer Anfängerfehler in einer noch jungen Partei.

Ich denke deshalb, dass die vielen Wähler im Wahlkreis 43 dieses „Versehen“ des Direktkandidaten Thomas Rudy genauso zur Kenntnis nehmen wie ich und sich auch am 27. Oktober 2019 daran erinnern werden.

Im Moment jedoch dürften die anderen Parteien und deren Direktkandidaten im Wahlkreis 44 sich nur schieflachen. Nun ja, Lachen ist die beste Medizin und da gönnt man den politischen Mitbewerbern schon einmal diese Glücksmomente. Aber schlussendlich wird nach der Wahl nach- und abgerechnet, was wiederum zu sehr unterschiedlichen Glücksgefühlen führen wird.
Man kann und darf in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft durchaus unterschiedlicher Meinung sein, diese auch hart aber fair diskutieren. Die AfD hat sich Demokratie und Fairness auf die eigene Fahne geschrieben. Und selbst habe ich in der Thüringer AfD ganz überwiegend aufrechte, loyale Mitglieder kennen und schätzen gelernt. Die überwältigend breite Mehrheit der AfD Direkt- und Listenkandidaten sind Patrioten, welche sich mit ganzer Kraft für unser Volk und unser Land einsetzen, sich die ständig versuchte Stigmatisierung als rechts außen Partei zurecht nicht annehmen. Im AfD Kreisverband Greiz-Altenburg haben wir einen sehr engagierten Vorstand, welcher sich mit hoher Energie für unsere Mitglieder und Unterstützer einbringt. In Greiz besitzen wir mit Herrn Sigvald Hahn einen exzellenten Direktkandidaten, welcher zukünftig nicht nur die Belange der Thüringer AfD im Landtag vertreten, sondern zudem eine Starke Stimme für die Interessen Ostthüringens sein wird. Der Sprecher unseres AfD Kreisverbandes, Herr MdB Dr. Robby Schlund, arbeitet herausragend gut für die Interessen aller Bürger im Bundestag. Sein starker Einsatz für ein besseres Gesundheitswesen, für Abrüstung und Deeskalation überregionaler Konflikte (bspw. Iran – USA), aber auch seine immensen Anstrengungen zur Verbesserung des Deutsch-Russischen Verhältnisses, sind beispielhaft.

Es gibt deshalb sehr viele gute Gründe am 27. Oktober die Zweitstimme der AfD zu geben. Im Wahlkreis 40 (Greiz) empfiehlt sich mit Sigvald Hahn ein herausragender Direktkandidat, welcher sicher im Auftrag seiner Wähler bald die AfD Fraktion im Thüringer Landtag verstärken wird.

Danke für Ihre anhaltende Unterstützung! Die AfD Kreistagsfraktion im Altenburger Land wird weiter unvermindert die Interessen aller Bürger wahrnehmen und diese mit hohem Engagement vertreten.

Ihr Uwe Rückert

2 Kommentare

  1. Es ist sehr schade, dass ein hoffnungsvoller Kandidat so ausgetrickst wird. Seine Beiträge im Kurier waren immer so sachlich verfasst, sodass man sofort wusste, wer der Verfasser ist, da von den anderen Parteien immer mit Schaum vor dem Mund gegen die AfD ins Feld gezogen wird. Von seinen Lebenserfahrungen koennen die meisten nur traeumen. Von diesem Herrn Rudy bekommt man ja in der Öffentlichkeit auch kaum was mit. Was er Herrn Rueckert und der AfD für einen Bärendienst erwiesen hat kann eigentlich nicht so einfach vom Tisch gewicht werden.

  2. Was für eine riesige Schande für die AfD, dass der hoffnungsvolle Kandidat Herr Uwe Rückert internen Machenschaften zum Opfer gefallen ist. Wer sich mit dem schon im Thüringer Landtag (wohl ein Versehen oder schlechter Witz) sitzenden Thomas Rudy beschäftigt hat, erkennt in ihn den typischen Opportunisten, der absolut keine Ahnung und keine eigene Meinung hat. Eine kurze Recherche im Internet verrät auch, dass der mal gelernte Koch aus dem Westen zuerst mit (Schrott?)-Immobilien das große Geld im Osten verdienen möchte. Darauf haben wir Thüringer noch gewartet, dass solche unnützen Typen uns beglücken wollen. Nun tut er es auch auf Steuerkosten der Thüringer in ihrem Landtag in Erfurt. Und Rudy findet Hakenkreuze toll, die er bei Facebook geliked hat. Solchen Leuten ist alles zuzutrauen und der Brief von Rückert gibt viele schlimme Einblicke in die AfD im Altenburger Land. Schade um Uwe Rückert. Typen wie RUDY schaden der AfD und solche Typen sind UNWÄHLBAR! Ich wünsche Herrn Uwe Rückert alles Gute.

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