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Zusammenhalt und Disziplin in Corona Zeiten

Starke Heimat: zusammen im Altenburger Land gegen das Virus; Stand 19. Oktober 2020

Wer kennt es nicht, das Sprichwort: „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.“? Doch vereinfacht und verfälscht es die Aussage, denn vollendet wird es mit: „Dann kommt der Krieg zu euch.“ (wenn ihr nicht hingeht).

Gerade steht die Menschheit im Krieg gegen Covid-19 und gewinnt bei weitem nicht jede Einzelschlacht. Einen Krieg gewinnt man aber nur durch eiserne Disziplin. Es bedarf kluger Strategen, welche den Entscheidungsträgern gute Ratschläge geben. Jedoch kursieren von Berlin über Erfurt bis in das Altenburger Land zig Meinungen von zig „Experten“ und tragen zur Verunsicherung der entscheidungsbefugten Instanzen bei. Dabei bedarf es einer Politik, welche mit einheitlicher Sprache und verständlichen Maßnahmen bei der Bevölkerung zumindest die Zuversicht erringt. Doch aktuell bekämpfen sich etliche Parteien im Corona-Wahlkampffieber. Daneben prügeln sich drei Möchtegern-CDU Chefs mit schweren Holzknütteln, um möglicherweise an einem Spahn zu zerbrechen. Viele Industrien, Einzelhandel und Dienstleistung gehen den Bach runter, während Pharmakonzerne und Onlineriesen mit Vollgas erfolgreich gegen den Strom flussaufwärts rasen.

Corona hat sich als weitere Menschheitsplage neben Hungersnöten, Umweltzerstörung, blutigen Gewaltkonflikten, zunehmenden Naturkatastrophen und vielerlei anderen Übeln etabliert. Die Pandemie wirkt dabei nicht allein als negativer Treiber, um alle bekannten Übel noch schneller und intensiver zu verbreiten. Das Corona Virus und der Umgang damit haben ebenso hitzige, innergesellschaftliche Diskussionen entfacht. Vom verschwörungstheoretischen Aluhutträger bis zum linientreuen Drosten-Fanclub springt man sich regelmäßig an die Kehle und bezichtigt sich gegenseitig der unverantwortlichen Missachtung von Grundrechten und/oder Gesundheitsschutz. Eine dritte Gruppe hat sich schweigend abgeduckt und beobachtet still. Sie lassen die anderen streiten und hoffen möglichst unbeschadet die gegenwärtige Krise zu überstehen. Kämpfen die Menschen aber erbittert bis zur völligen Erschöpfung gegeneinander um die beste Strategie, dann besteht die Gefahr, dass das Corona Virus den Krieg gewinnen könnte.
Die aktuellen Auswirkungen sind auch im Altenburger Land teilweise verheerend. Im Klinikum ist beispielsweise je Patient nur ein namentlich vorab benannter Besucher zugelassen. Das bedeutet, dass auch sehr schwer erkrankte Menschen oft weder Ehegatten noch Kinder oder Enkel empfangen dürfen. Derartige Regelung mag sicher dem Infektionsschutz dienen, doch trägt es wohl nicht positiv zum Genesungsprozess bei, wenn der körperlichen Versehrtheit somit künstlich seelische Leiden hinzugefügt werden. Ein unheilbar bleibender Schaden tritt spätestens dann auf, wenn geliebte Menschen aufgrund strikter Corona Schutzmaßnahmen unbegleitet durch ihre Angehörigen von uns gehen. Im Sana Klinikum Borna ist ebenfalls nur ein gesunder und Corona freier Besucher pro Besuchszeit und Patient zugelassen, aber die besuchende Person darf täglich wechseln. Vielleicht ein Anstoß für das Klinikum Altenburger Land, die eigenen Corona-Schutzmaßnahmen nochmals unvoreingenommen zu prüfen.

Mehr Informationen hier:

 

Gerade in der aktuell angespannten und uns alle fordernden Zeit sollte man unterschiedliche Meinungen aushalten und unbefangen austauschen können. Das jedoch immer mit Anstand und gegenseitigem Respekt. Auch gehört es sich Achtung gegenüber den geltenden Schutzmaßnahmen zu zeigen und diese entsprechend einzuhalten. Verfügt man über fundierte Kenntnisse, welche anderweitige, ggf. lockernde Schutzmaßnahmen erlauben, dann sollte man diese in anständiger Weise bei den Entscheidungsinstanzen vortragen und auf Änderung hinwirken. Aktuell rasant steigende Infektionsraten lassen jedoch auch erhöhte Schutzmaßnahmen im Altenburger Land nicht mehr ausschließen. Bleiben wir deshalb auch dann besonnen und ruhig, wenn möglicherweise wiederum mehr einschränkende Regeln unseren Alltag bestimmen sollten. Halten wir zusammen und weichen dem Krieg gegen Corona nicht aus. Nehmen wir gemeinsam den Kampf an und besiegen das Virus mit eiserner Disziplin.

STARKE HEIMAT

2 Kommentare

  1. Linientreue Durchhalteparolen…. Danke für nichts!

  2. #Steffen,

    wenn man sich mit einem Thema nicht auseinandersetzt, dann kann man selten sinnvoll beitragen/kommentieren.

    Wer das Aussprechen gegen Krawall und für eine ordentliche Diskussionskultur als linientreu auffasst – bitte schön, dann sind wir gern linientreu.

    Fakt ist, dass die übergroße Mehrheit der Menschen nur schwache oder keine Krankheitssymptome bei Infizierung mit Covid-19 aufweist. Fakt ist weiterhin, dass es eine wesentlich kleinere Risikogruppe gibt, welche eine Infizierung tunlichst vermeiden sollte. Ebenso ist es Fakt, dass an/mit/durch/wegen/mittels … Covid-19 zig tausende Menschen weltweit verstorben sind. Weiterhin ist es Fakt, dass es derzeit keinen wirksamen Impfstoff oder andere, auch präventive Behandlungsmethoden gibt, welche die Menschen dauerhaft gegen eine Infizierung schützen. Auch ist es Fakt, dass einen Herdendurchseuchung nicht zu anschließender Herdenimmunität führt (siehe Schweden). Fakt bleibt, dass die Existenz von Covid-19 unser aller Leben negativ beeinflusst – die einen sind gesundheitlich nicht eingeschränkt und nur genervt von den immensen Schutzverordnungen; die anderen sind tatsächlich bedroht und leben in ständiger Angst möglicher Infizierung.

    Als Starke Heimat treten wir für möglichst minimale Beschränkungen im Alltag ein und wollen unbedingt einen nochmaligen Lockdown verhindern. Dazu zählen wir nicht nur, dass die Industrie weiterproduzieren kann, sondern auch die volle Aufrechterhaltung des Schulbetriebes sowie unserer gesamten Lebensannehmlichkeiten (Einkaufen, Museen, Theater, Restaurants …). Auch treten wir dafür ein, dass die durch Covid-19 besonders gefährdeten Menschen zuerst abgeschirmt werden, nicht aber die große Mehrheit der anderen Leute unnötig eingeschränkt wird.
    Unterschiedlich zu manch aggressiv lärmenden Protestierenden argumentieren wir aber sachlich gegenüber den Entscheidungsträgern und suchen friedlich nach verträglichen Lösungen. Dass wir dabei auch kompromissfähig bleiben, das ist für uns selbstverständlich.

    Wir setzen uns gegen die allgemeine Maskenpflicht ein, welche medizinisch fundiert begründet vielfach abgelehnt wird. Doch tragen wir selbst die Masken im öffentlichen Leben solange, bis sie durch behördliche Anordnung bzw. per Gerichtsbeschluss nicht mehr verpflichtend sind.

    Unser Vorgehen im Umgang mit der Corona-Krise abzulehnen steht jedem frei. Doch sind wir überzeugt, dass unser Weg zielführender ist, als das Verhalten etlicher laut Krakelender. Nur rumpoltern und dagegen sein bringt noch keine gute Lösung. Das ist exakt die Disziplin bzw. Disziplinlosigkeit, welche wir ansprechen.

    Starke Heimat

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