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Angela Merkel wurde vor Weihnachtsanschlägen schon vor Wochen gewarnt

Daily Express, Großbritannien, 20.12.2016

Berliner Terrorangriff: Angela Merkel wurde vor Weihnachtsanschlägen schon vor Wochen gewarnt

DEUTSCHE Behörden wurden wenige Wochen vor dem Horroranschlag in Berlin über Pläne der Dschihadisten gewarnt, Angriffe auf Weihnachtsmärkte zu verüben.

Mindestens 12 Menschen wurden gestern Nacht bei einem mutmaßlichen IS-Anschlag getötet, nachdem ein Terrorist einen LKW in einen Festmarkt in der deutschen Hauptstadt lenkte und durch die Menge pflügte.

Noch letzten Monat warnten US-Antiterrorexperten die Europäer vor einem erhöhten Anschlagsrisiko im Zusammenhang mit den Weihnachtsfeierlichkeiten.

Das US-Außenministerium sagte, es hätte „belastbare Informationen“, dass Gewalttäter Anschläge in ganz Europa während der Weihnachtszeit planten. Das Ministerium warnte explizit Touristen, dass diese besondere Vorsicht bei Festivitäten, Events und offenen Märkten walten lassen sollen.

Europäische Geheimdienste waren auch über mögliche Anschläge in Europa während der Vorweihnachtszeit alarmiert. Unser Außenministerium warnte britische Reisende nach Deutschland „auf Weihnachtsmärkten und anderen Großveranstaltungen mit vielen Menschen wachsam zu sein“.

Erst letzte Woche wurde ein 12-Jähriger von der Polizei vernommen, da er offenbar einen Bombenanschlag auf einen Weihnachtsmarkt in der Stadt Ludwigshafen plante. Der deutsch-irakische Jugendliche, dessen Name aus juristischen Gründen nicht genannt werden kann, wird verdächtigt, im Auftrage des IS (auch als Daesh bekannt) gehandelt zu haben. Allerdings wurden keine weiteren Ermittlungen angestellt, denn er ist noch strafunmündig.

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Eine britische Sicherheitsquelle teilte der Zeitung „Mirror“ mit, dass Festmärkte und Einkaufszentren ins Visier der Dschihadisten geraten könnten. Die Quelle meinte: „Wie wir bereits in Frankreich, Deutschland und Belgien gesehen haben, ist der gesamte Kontinent für Anschläge verwundbar. Die gilt besonders für die Vorweihnachtszeit. Es ist die Zeit der christlichen Feierlichkeiten gepaart mit großen Menschenmengen, sogenannten weichen zivilen Zielen, was die Aufmerksamkeit derer auf sich zieht, die Schaden anrichten wollen.“

Der Zwischenfall von letzter Nacht, zu welchem sich der IS bekennt, ereignete auf dem Markt neben der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, einer wichtigen Sehenswürdigkeit. Der Polizeisprecher Winfried Wenzel sagte dem ZDF, dass der vermutete Fahrer des Lastkraftwagens nahe des Tatortes verhaftet worden sei.

Die Britin Emma Rushton, die den Markt besuchte, bemerkte, dass der LKW hinter ihr vorbeirauschte und dass dies kein Unfall gewesen sein könne. Die Touristin meinte, sie wäre nur verschont geblieben, da sie einige Treppenstufen hinaufgestiegen war, um sich hinzusetzen. Sie sagte: „Das war kein Unfall. Er fuhr mit 60 km/h in die Mitte des Marktes. Er konnte unmöglich von der Straße abgekommen sein und er bremste auch nicht ab.“

Die Polizei twitterte währenddessen und bat die Menschen, zu Hause zu bleiben und keine Gerüchte zu verbreiten. Es würde mit Hochdruck an der Aufklärung gearbeitet. Julian King, der EU-Kommissar für Sicherheit, twitterte: „Meine Gedanken sind heute Nacht bei den Betroffenen in Berlin und ihren Familien.“ Ein Außenamtssprecher sagte: „Wir analysieren mit Nachdruck die Bericht zum Zwischenfall in Berlin und stehen in engem Kontakt mit den örtlichen Behörden.“

Originalautor: Tom Parfitt
Eine Übersetzung von Dr. Gunter Seyffarth – Herausgegeben Daily Express, Großbritannien, 20.12.2016  

Weblink zum Originalartikel: http://www.express.co.uk/news/world/745360/Berlin-terror-attack-Christmas-market?%3F%3F

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