Barbarossastadt liegt in Europa – und damit auch Altenburg. Auf diese kurze Formel könnte man kommen, denn es ging bei der Fachtagung zu Barbarossadarstellungen, die vom 21. bis zum 24. März im Residenzschloss stattfand, bevorzugt um überregionale Verbindlichkeiten. Vor allem zum freitäglichen Abendvortrag des renommierten Kunsthistorikers Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck (Bonn) mischte sich einheimisches Publikum unter die Mittelalter-Fachwelt. So war es gewollt, und etwa hundert Gäste folgten im Bachsaal dem Programm.
Das Historische Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, hält im Bachsaal des Residenzschlosses vom 21. bis 24. März eine interdisziplinäre Fachtagung ab. Barbarossabilder und -darstellungen stehen im Zentrum des Interesses. Etwa zwanzig Fachleute werden über die Tagungsdauer verteilt zu unterschiedlichsten Themen sprechen. So werden Barbarossadarstellungen in Italien und Deutschland kritisch gewürdigt. Zudem geht es unter anderem um Barbarossa auf Münzen und „Wie Freising zu Barbarossa kam – zum Figurenprogramm am Westportal des Freisinger Doms“.
Viele Altenburger freuen sich auf den Tag, an dem sie nach Jahrzehnten endlich wieder einen Blick in das Wahrzeichen der Stadt, die Roten Spitzen, werfen können. Dort wird in Kürze eine multimediale Dauerausstellung eröffnet werden. Die Schau, in deren Mittelpunkt das Wirken von Kaiser Barbarossa in Altenburg und der Region stehen soll, bezieht das angrenzende Areal mit den archäologischen Grabungsfeldern ein. In dieser Woche ist der Termin für die feierliche Eröffnung endgültig festgelegt worden: der 19. April. Die Feierlichkeiten rund um das Altenburger Wahrzeichen beginnen an dem 19. April um 18 Uhr und dauern das gesamte Wochenende, werden also am 20. und 21. April fortgesetzt. Wer zu den ersten gehören möchte, die die mit Spannung erwartete Ausstellung sehen, sollte sich das Wochenende im April vormerken.
“Barbarossa B12 ist die vorerst letzte Ausgabe unseres Pocketguides für Altenburg und Umgebung”, so Herausgeber Torsten Grieger gegenüber der Presse. “Aus wirtschaftlichen Gründen bleibt mir keine andere Wahl, als das seit Mai diesen Jahres erscheinende Stadtmagazin wieder einzustellen.”
Der Pocketguide, der sich bei den Leserinnen und Leserin im gesamten Altenburger Land einer ebenso hohen Beliebtheit erfreute wie bei den Touristen in der Region, hat in den zurückliegenden acht Monaten Verluste von über 28.000 Euro eingefahren. “Wir sind nicht Gruner+Jahr, die die Financial Times Deutschland morgen, nach 12 Jahren, mit einem Verlust in Höhe von 250 Millionen Euro einstellen.
840. Wiederkehr der Weihe der Stiftskirche St. Marien vulgo Rote Spitzen
Die das Altenburger Stadtbild prägenden ‚Roten Spitzen‘ sind seit Jahrhunderten das Wahrzeichen der Stadt. Die in Backstein errichtete Doppelturmanlage ist der Überrest der ehemaligen Stiftskirche St. Marien des Augustiner-Chorherrenstiftes, im Mittelalter auch Bergerkloster genannt. Die Kirche wurde von Kaiser Friedrich I., Barbarossa, als architektonisches Symbol kaiserlichen Machtanspruches gestiftet und nach der Überlieferung im Jahre 1172 im Beisein des Kaisers geweiht. Sie repräsentiert den politischen Rang, den der Kaiser dem Pleißenland mit seinem Zentralort Altenburg im Rahmen seiner Festigungsbestrebung des Reiches vorgesehen hatte. In dieser Hinsicht reiht sich die Stiftskirche St. Marien in Ihrer Bedeutung neben dem Kaiserdom zu Speyer ein.
Da es am 19.07.2012 im Altenburger Stadtrat einen Entschluss über die Altenburger Festspiele (Prinzenraub bzw. Barbarossa) geben soll in dem die Festspiele bis auf weiteres verschoben werden, haben sich einige Altenburger Bürger und Freunde der Festspiele zusammengetan und eine Gruppe bei facebook gegründet sowie eine Webseite zur Unterschriftensammlung und Information Online gestellt.
Kurz gesagt: Festspiele aussetzen, neue Konzepte prüfen und mit dem Thema Barbarossa 2015 neu starten!
Sieben Mal fand mit massiven Zuschüssen aus dem Stadthaushalt ein Open-Air-Event statt, welches zu einem mitteldeutschen, wenn nicht überregionalen Event ausgebaut werden sollte. Immer wieder hatte die CDU hinterfragt, ob Aufwand und Nutzen tatsächlich in einem sinnvollen Verhältnis stehen. “Lasst uns nun für klare Verhältnisse sorgen und die Festspiele ab 2015 unter dem historischen Markenzeichen von Kaiser Barbarossa weiterführen. Mit Kaiser Barbarossa kann die Marke so weiterentwickelt werden, dass Altenburg sich als mitteldeutscher Festspielort dauerhaft etabliert”, so der Fraktionsvorsitzende der CDU André Neumann.
„Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“, lautet ein altes Sprichwort. In der heutigen Zeit geht es dem Reisenden ähnlich. Mit der immer stärkeren Nutzung des Internets für Reisevorbereitungen steigt auch das Bedürfnis, das Reiseziel schon im Vorfeld genau zu kennen. Google Earth, Bildergalerien in den Bewertungsportalen und Videos auf YouTube werden genutzt, um sich einen möglichst konkreten Eindruck des Urlaubsortes zu machen. Bilder, Filme und virtuelle Rundgänge werden als Vorab-Informationen nicht nur gerne angeschaut, sondern fast vorausgesetzt. Die Stadt Altenburg reagierte auf diesen Trend in den vergangenen Jahren mit der Webcam am Rathaus, der 3D-Bildern als Bildschirmschoner und mit einem Kurzfilm in Englisch und Deutsch über Altenburg im Zentrum der mitteldeutschen Kulturlandschaft – eine Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung und Altenburger Tourismus GmbH. Im vergangenen Jahr drehte die Thüringer Tourismus GmbH TTG anlässlich der Reisemesse TRAVEL2011 einen sehr schönen Film, den sie Altenburg kostenlos für Werbezwecke zur Verfügung stellte. Diese multimediale Werbung findet sich sowohl auf der Internetseite der Stadt Altenburg www.altenburg.eu als auch auf der touristischen Internetpräsentation www.altenburg-tourismus.de, und erfreut sich einer hohen Beliebtheit.