
DIX 2011 Tanzimpressionen von Peter Werner-Ranke Uraufführung Anastasia Kuzina und Viktor Koldamov und der Schauspieler Wolfgang Jahn (Foto: Stephan Walzl)
Ins Landestheater wird am Freitag, 24. Februar, um 19.30 Uhr zu DIX 2011 – Tanzimpressionen eingeladen. Choreograph Peter Werner-Ranke entwarf gemeinsam mit dem ThüringenBallett und dem Bühnen- und Kostümbildner Tom Schenk Bilder einer Gegenwart im Lichte des Dix´schen Œuvres. Er öffnet den Betrachter für Dix’ Bilder. Der Schauspieler Wolfgang Jahn setzt als Otto Dix einen besonderen Akzent. Die Musik spannt mit Stücken von Hanns Eisler, Zarah Leander über György Ligeti bis hin zu Falco einen Bogen vom Hier und Jetzt bis hin in die Zeit der Weimarer Republik.

Theater&Philharmonie Thüringen DIX 2011 Tanzimpressionen von Peter Werner-Ranke Uraufführung Die Tänzerin Sabine Völkl (Foto: Stephan Walzl)
Bevor „Berlin Calling“ nach dem Stück nach dem Film von Hannes Stöhr in der Regie von Pedro Martins Beja nächste Woche in Gera Premiere hat, ist am Freitag, 10. Februar, um 19.30 Uhr im Heizhaus noch eine Vorstellung zu sehen. Karten dafür sind noch erhältlich. Erzählt wird die Geschichte des DJs Ickarus (David Lukowczyk), der als Berliner DJ und Musikproduzent durch die Clubs der Partywelt tourt. Die Szene liebt ihn, das nächste Album wartet auf die Veröffentlichung, das Leben läuft verdammt gut. Nachdem er jedoch eine falsche Pille erwischt, landet er in der Psychiatrie …. In weiteren Rollen Vanessa Rose, Mechthild Scrobanita, Henning Bäcker, und Peter Schneider a. G.

Theater&Philharmonie Thüringen DIX 2011 Tanzimpressionen von Peter Werner-Ranke Uraufführung Die Tänzerin Sabine Völkl (Foto: Stephan Walzl)
Altenburger Premiere am 29. Januar 19.00 Uhr Landestheater
Es ist ein natürlicher Schutzreflex der menschlichen Seele, existenziell Bedrohendes zwar wahrzunehmen, gleichwohl aber auszublenden. Das Monströse wird negiert. Zu schrecklich mutet es an, zu Ende zu denken, Konsequenzen sich vor Augen zu führen. Einfacher bleibt das partielle Ausblenden des Schreckens. Der Mensch ist auch in seiner Angst bequem. Es scheint naheliegend, dass das Aufkommen der Neuen Sachlichkeit als Kunstform in der Weimarer Republik unmittelbare Folge des ersten Weltkriegs war: Zu direkt, zu unübersehbar allumgebend war das Bedrohliche. Otto Dix, den man vielleicht als den bedeutendsten Vertreter der Neuen Sachlichkeit bezeichnen kann, hat den Krieg selbst miterlebt. Diese unmittelbare Beteiligung macht ein partielles Ausblenden unmöglich. Das Grauen stellte sich ein und Dix musste sich dem Grauen stellen. Das Grauen stellte ihn. Ein partielles Ausblenden war unmöglich. Er musste damit umgehen. Wenn Dix in seinem Kriegstagebuch sagt: »Auch den Krieg muss man als ein Naturereignis betrachten«, so fällt es nicht schwer, darin auch einen Seelenheilenden Fluchtversuch zu sehen. Erst sehr viel später, 1963, wird er dagegenhalten: »Das mußte ich alles ganz genau erleben… Ich bin so ein Realist, wissen Sie, daß ich alles mit eignen Augen sehen muß…«

DIX 2011 Tanzimpressionen von Peter Werner-Ranke Uraufführung Anastasia Kuzina und Viktor Koldamov und der Schauspieler Wolfgang Jahn (Foto: Stephan Walzl)
Für die Vorstellung „Berlin Calling“ – nach dem Film von Hannes Stöhr in der Regie von Pedro Martins Beja – am Samstag, 28. Januar, um 19.30 Uhr im Heizhaus sind kaum noch Karten erhältlich. Erzählt wird die Geschichte des DJs Ickarus (David Lukowczyk), der als Berliner DJ und Musikproduzent durch die Clubs der Partywelt tourt. Die Szene liebt ihn, das nächste Album wartet auf die Veröffentlichung, das Leben läuft verdammt gut. Nachdem er jedoch eine falsche Pille erwischt, landet er in der Psychiatrie …. In weiteren Rollen Vanessa Rose, Mechthild Scrobanita, Henning Bäcker, und Peter Schneider a. G.