
Michael Wolf Oberbürgermeister der Stadt Altenburg
„Die Ministerpräsidenten der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vergeben eine historische Chance, wenn sie einerseits die Länderfusion zu einem Bundesland Mitteldeutschland kategorisch ablehnen, andererseits jedoch nur halbherzig die länderübergreifende Zusammenarbeit im tagtäglichen Politikgeschäft gestalten.“ Mit diesen Worten reagiert Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf enttäuscht auf die spontanen Reaktionen der Regierungschefs auf die Ergebnisse der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (nachzulesen in der Osterländer Volkszeitung, Ausgabe vom 31. Mai, Seite 1).

Luchse im Bayerischen Gehege (Foto: Norman Stier)
Am Dienstag, dem 15. Mai, findet das im März krankheitsbedingt ausgefallene Naturwissenschaftliche Kolloquium zum Thema „Der Luchs in Sachsen – Die Suche nach dem Phantom?“ im Naturkundlichen Museum Mauritianum Altenburg statt.
Diplombiologin Jana Zschille (TU Dresden/Tharandt) wird über die Ergebnisse des Luchs-Forschungsprojektes in Sachsen Auskunft geben. Bereits gegen Mitte des 19. Jahrhunderts war der Eurasische Luchs in allen deutschen Mittelgebirgen ausgerottet. Seit den 1960er Jahren gibt es aber Hinweise, dass die größte Katze Mitteleuropas wieder sächsische Landschaften – vor allem das Oberlausitzer Bergland, die Sächsische Schweiz, das Erzgebirge und das Vogtland – durchstreift. Da zum Beutespektrum des heimlichen Jägers Haus- und Wildtiere gehören, hat das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft ein Luchs-Erfassungsprogramm in Auftrag gegeben.

Luchse im Bayerischen Gehege (Foto: Norman Stier)
Das Naturkundliche Museum Mauritianum Altenburg lädt am 27. März zum nächsten Naturwissenschaftlichen Kolloquium ein. Die Biologin Jana Zschille (TU Dresden/Tharandt) wird über das Luchs-Monitoring in Sachsen Auskunft geben.
Bereits gegen Mitte des 19.… Weiterlesen
Als erste Kasse bundesweit bietet die AOK PLUS präventive Gesundheitsangebote für junge Familien, die Kinder und Eltern gleichermaßen einbeziehen. „Die Fähigkeit, sich selbst gesund zu halten, wird maßgeblich in der Kindheit erworben“, sagt AOK-Regionalgeschäftsführer Harald Lang. „Dabei lernen die Kinder vorrangig in der Familie und am ‚Modell Eltern’. Haben sich falsche Lebensgewohnheiten erst einmal herausgebildet, lassen sie sich nur schwer wieder umstellen.“

Brüderkirche Altenburg - Foto der_uNi
Zum ersten Mal überhaupt treffen sich die Arbeitsgemeinschaft für Sächsische Kirchengeschichte und die Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e.V. zu einer gemeinsamen Tagung. Die Vorsitzenden beider Institutionen, Prof. Dr. Gerhard Graf und Dr. Thomas Seidel, hatten sich wegen der günstigen Lage Altenburgs als Verbindungsglied zwischen Thüringen und Sachsen und wichtigem Ort der Reformationsgeschichte auf das gemeinsame Treffen in der ehemaligen Residenzstadt verständigt. Aufgrund des kirchengeschichtlichen Bedeutsamkeit ist die Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte nach 2005 deshalb auch bereits das zweite Mal vor Ort. Die Tagung findet vom 23. bis 25. Juni 2011 statt.
FDP für Stärkung der regionalen Identität des Altenburger Landes durch Verbesserung der Rahmenbedingungen
„Ein Wechsel von Altenburg ins benachbarte Sachsen steht nicht ernsthaft zur Diskussion“, ruft heute der Sprecher für Landesentwicklung, Bau und Verkehr der FDP-Fraktion Heinz Untermann zur „verbalen Abrüstung“ auf. Bei allem Verständnis für die Verärgerung der Kommunalpolitiker, seien solche Drohgebärden nicht hilfreich. Das Altenburger Land würde auch in Sachsen eine Randlage einnehmen und ein Flugplatz Altenburg-Nobitz im Schatten des Leipziger Flughafens hätte von Beginn an wohl keine Chance auf Duldung gehabt, so der liberale Verkehrspolitiker. Dennoch gelte es für die Thüringer Landespolitik die Rahmenbedingungen für die Region zu verbessern und die „regionale Identität“ zu stärken. Die Diskussion um den Flugplatz Altenburg-Nobitz sei dabei nur ein Punkt, sagte Untermann nach einem Gespräch am gestrigen Tag mit dem Geschäftsführer Jürgen Grahmann.
„Große Chance für die Region“
Eine Reihe von Städten und Gemeinden der Region stellt die Weichen für eine engere Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Vorgesehen ist zunächst die Bildung einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG), der die Gemeinden Windischleuba, Treben, Rositz, Nobitz, Monstab, Lödla, Kriebitzsch, Haselbach, Gerstenberg und Fockendorf sowie die Städte Regis-Breitingen, Meuselwitz, Lucka, Kohren-Sahlis, Groitzsch, Frohburg, Borna und Altenburg angehören. Die Gründung dieser Arbeitsgemeinschaft, die mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung besiegelt wird, erfolgt am kommenden Montag, 4. Oktober, im Altenburger Rathaus.