

Achtklässler des Lerchenberggymnasiums vertieften ihre Skatkenntnisse und besichtigten Skat-Exponate im Museum. (Foto: Ronny Seifarth)
„18, 20, passe!“ – unter diesem Motto steht auch in diesem Jahr wieder die Skatprojektwoche im Schloss- und Spielkartenmuseum. Es ist bereits das zehnte Mal, das Schüler der 8. Klassen des Lerchenberggymnasiums in dieser Form mit dem Museum kooperieren.
In diesem Jahr meldeten sich 14 Schüler (13 Jungen und ein Mädchen) für die Projektwoche an, alle bereits schon Könner und keine Anfänger mehr. Dies ist dem Leiter der Arbeitsgruppe, Dieter Schwenke zu verdanken, welcher kontinuierlich mit den Schülern übte. Darüber hinaus unterstützen die engagierten Lehrer Gerd Zöger und Kathrin Otto das Skatspielen am Lerchenberggymnasium und betreuen die Schüler während der Projektwoche im Schlossmuseum.
Mit Beginn der Sommerferien lädt das Schlossmuseum alle Ferienkinder in die Kartenmacherwerkstatt in der Hofküche ein. Die Entdeckungstour beginnt mit einem kurzen Rundgang im Spielkartenmuseum. Dort erfährt man Wissenswertes zur Geschichte der Karten im 16. Jahrhundert. So inspiriert machen sich die Teilnehmer selbst ans Werk, drucken eigene Spielkarten, stellen historische Farben her und kolorieren die eigenen Drucke. Es gibt jede Menge Möglichkeiten, kreativ zu werden und sich auf die Faszination von selbst hergestellten Spielkarten einzulassen.

Spielkarten-Expertin Renate Reinhold zeigt eine Auswahl der gespendeten Spiele. (Foto: Ronny Seifarth)
Überraschung und Freude waren den Mitarbeitern des Schloss- und Spielkartenmuseums anzusehen, als sie kürzlich mit einer großen Spende von der Spielkartenfabrik bedacht wurden. Hintergrund dieses unerwarteten Glücksfalls war eine Archivbereinigung der Altenburger Spielkartenfabrik, die heute zum belgischen Unternehmen „Carta mundi“ gehört, sozusagen ein Frühjahrsputz im eigenen Hause. Geschätzte 3000 Kartenspiele – neu und ungebraucht – gingen an das Spielkartenmuseum.

Residenzschloss Altenburg 2012 (Foto: der uNi)
Auch im Wonnemonat Mai laden die Mitarbeiter des Schloss- und Spielkartenmuseums zu einer Vielzahl von Veranstaltungen ein. Das Haus öffnet seine Pforten zu Himmelfahrt, an allen Pfingstfeiertagen (auch am Pfingstmontag) immer in der Zeit von 9.30 bis 17 Uhr. Zu jeder vollen Stunde finden für Einzelbesucher Führungen in die Schlosskirche und die Festräume statt.
Archivauflösung bei ASS Altenburger beschert dem Altenburger Spielkartenmuseum 25 Kisten mit Spielkarten aus den Jahren 1960 bis 1990
Spielkarten haben eine sehr lange und abwechslungsreiche Geschichte. Während in Altenburg Spielkarten bereits seit über 500 Jahren und seit 180 Jahren in der Spielkartenfabrik hergestellt werden, hat der ASS-Spielkartenverlag in Stuttgart / Steinenbronn, der 2000 aufgelöst wurde, eine jüngere aber bewegte Vergangenheit.
Am 14. August 2011 ist Kinder-Teehausfest. Das Schloss- und Spielkartenmuseum wird mit von der Partie sein. An einem Info-Stand, ab 14 Uhr, dreht sich alles um die Sonderausstellung „Die tragbaren Ehrenzeichen des Königreiches Sachsen 1806-1918“. Geschichte und Geschichten zu… Weiterlesen