
Für Peter Prautsch ist diese Spielzeit die letzte als festes Mitglied des Schauspielensembles von Theater&Philharmonie Thüringen. Der Schauspieler hat das Rentenalter erreicht. Ein Trost: Als Gast bleibt er dem Theater erhalten. Man wird ihn weiter auf den Bühnen in Altenburg und Gera erleben dürfen.
Peter Prautsch, Jahrgang 1947, entstammt einer Theaterfamilie – in 6. Generation. Wenn man ihn nach seinem ersten Auftritt fragt, kann er vermelden, dass er schon als Säugling über die Bühne getragen wurde.

KASIMIR UND KAROLINE.Volksstück von Ödön von Horvath. Philipp Reinheimer (Kasimir).Anne Diemer (Karoline) (Foto: Stephan Walzl)
Letzte Gelegenheit „Kasimir und Karoline“ im Landestheater zu sehen, ist am Freitag, 17. Mai, 19.30 Uhr. Der Autor Ödön von Horváth nannte sein Volksstück selbst eine „Ballade voll stiller Trauer, gemildert durch Humor“. In die surreale Stimmung des Münchner Oktoberfestes verpflanzt er die Liebesgeschichte von zwei Menschen, die an sich selbst und ihren Umständen scheitern. Zugleich ist „Kasimir und Karoline“ ein tragisch-komisches Lehrstück über eine Zeit, in der Verzweiflung und Armut den Weg für eine Politik ebneten, die für das Menschliche gänzlich erblindet war. Horváth gilt als sozialkritischer „Klassiker der Moderne“. Als Kasimir und Karoline überzeugen Philipp Reinheimer und Anne Diemer, als Merkel Franz und seine Erna stehen ihnen Manuel Struffolino und Katharina Weithaler in nichts nach. Regie führte Schauspieldirektor Bernhard Stengele.
Liebe Freunde, Bürger, Unterstützer von Theater&Philharmonie Thüringen!
Ein Jahr ist es nun her, dass sich gegen die unternehmerische Entscheidung, das Puppentheater und das Schauspiel abzubauen und ein Viertel des Philharmonischen Orchesters zu entlassen, ein breiter öffentlicher Widerstand formierte, der mit Lichterketten, Demonstrationen in Gera und Altenburg und einem Großaufgebot vor dem Thüringer Landtag im September wesentlich dazu beitrug, dass es heute – ein Jahr später – noch ein Fünf – Sparten – Theater in Ostthüringen gibt.

FREITAG&ROBINSON Klassenzimmerstück von Adrian Mitchell.Premiere 8. April Theater unterm Dach Altenburg und 10. April 2013 Tonhalle Gera. v.r.n.l. Ouelgo Tene (Freitag) und Ralph Jung (Robinson) (Foto: Stephan Walzl)
Theater&Philharmonie Thüringen bereitet eine weitere mobile Produktion fürs Klassenzimmer vor: FREITAG UND ROBINSON von Adrian Mitchell, in der Übersetzung von Cilly Lutter.
Bevor die Inszenierung aber in die Klassenzimmer geht, ist am 8. April im Theater unterm Dach Altenburg und am 10. April in der Tonhalle Gera, jeweils 18.00 Uhr Premiere und damit Gelegenheit für jedermann, das Stück im Theater zu sehen. Karten sind an den Theaterkassen erhältlich, telefonische Reservierungen unter 03447-585160 oder 0365-8279105!

DIE IM DUNKELN .Ein Stück über Widerstand am Beispiel Altenburg von Mona Becker .v.l.n.r.: Mechthild Scrobanita (Ludwig Hayne).Peter Prautsch (Jörn-Ulrich Brödel) mit Manuel Kressin (Oberleutnant /Verhöroffizier), Henning Bäcker ( Hans-Joachim Näther), U
Zur 52. Veranstaltung der beliebten Reihe „Klassik bei Kerzenschein“ lädt Theater&Philharmonie Thüringen am Freitag, 22. März, um 19.30 Uhr, und am Sonntag, 24. März, um 15.00 Uhr ins Heizhaus des Landestheaters ein.
Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter Leitung von Thomas Wicklein, der das Programm auch moderiert. Der Kapellmeister hat wieder einmal wahre Raritäten ausgegraben, so beispielsweise Georges Bizets Ouvertüre zur Oper „Djamileh“ oder von Joseph Martin Kraus die Sinfonie D-Dur.
Er kam zu Beginn der Spielzeit 2008/09 als 1. Kapellmeister aus Kassel nach Altenburg und Gera. Nach dem Weggang von Generalmusikdirektor Howard Arman nach Luzern zum Ende der Spielzeit 2010/11 wurde er kommissarischer Generalmusikdirektor.
Er dirigierte nicht nur das umfangreiche und vielfältige Repertoire der Musiktheaterproduktionen des Hauses, sondern übernahm auch in der Reihe Wiederentdeckungen des 20. Jahrhunderts die musikalische Leitung der Opern SCHARLATAN (Pavel Hass), WALLENSTEIN (Jaromir Weinberger) und ULENSPIEGEL (Walther Braunfels), die überregionale Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Die Schauspieler aus Burkina Faso hier zusammen mit Philipp Reinheimer beim Albert-Schweitzer-Projekt in der Brüderkirche Altenburg (Foto: Stephan Walzl)
Ende Januar heißt es für Rasmata Rachelle Emmanuella Ouedraogo und Mahamoudou Tapsopa erst einmal Abschied nehmen von Thüringen. Die beiden Schauspieler fliegen zurück in ihr Heimatland Burkina Faso. Ihr dritter Mann, Ouelgo Téné, ist in weitere Projekte von Theater&Philharmonie Thüringen involviert. Geplant ist in dieser Spielzeit noch ein neues Stück in der Reihe „Theater im Klassenzimmer“, das Daniel Defoes Roman „Robinson Crusoe“ aus der Perspektive Freitags erzählt.

HEXE HILLARY GEHT IN DIE OPER.Kinderstück mit Musik von Peter Lund. Paula Rummel (Maria Bellacanta) und Hexe Hillary machen sich für die Oper schön. (Foto: Stephan Walzl)
Altenburger Premiere von Peter Lunds Kinderstück mit Musik
am 10. Januar im Heizhaus
In Kooperation von Musik- und Puppentheater hat am 10. Januar um 10.00 Uhr im Heizhaus ein lustiges Stück seine Altenburger Premiere, das Kindern ab 6 Jahre das Genre Musiktheater erklärt. Entwickelt hat es Peter Lund (* 1965). Es heißt „Hexe Hillary geht in die Oper“ und gehört zu den erfolgreichsten Werken des sehr produktiven Autors. Uraufgeführt wurde es 1997 in seiner Regie an der Neuköllner Oper.