Donnerstag , 8 Dezember 2022
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„De Zweede!“ stößt an ihre Grenzen. – Da lag die Latte wohl noch zu hoch!


Verbandsliga Männer / Fortuna Großschwabhausen – SV Aufbau Altenburg II 33:20 (HZ: 16:08)

Am vergangenen Wochenende ging es für unsere zweite Männermannschaft zum nächsten Auswärtsspiel nach Großschwabhausen. So richtig einschätzen konnte die neue Mannschaft keiner, da beide Mannschaften in der vergangenen Saison in verschiedenen Staffeln spielten. Altenburgs alte Hasen kannten die Großschwabhausener zwar noch aus Regionalliga-Zeiten, die waren allerdings längst vorbei und auch den Überkreuzvergleichen aus der letzten Saison schenkten wir wenig Beachtung. Wir waren gekommen, um zu gewinnen, gegen wen war uns egal. So ließen wir uns auch nicht davon beirren, als wir angekommen in der Halle eine Mannschaft im besten Handballer-Alter mit leichter körperlicher Überlegenheit erblickten. Motiviert von der Hoffnung, die Gäste würden vielleicht einfach weniger gut Handball spielen können, setzen wir uns also in unsere Kabine, lauschten ein paar Rammstein-Hits und motivierten uns so fürs Spiel.

Dann war es so weit. Das Spiel ging los und Matthias Koch brachte die Heimmannschaft in Führung. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch keiner, welche Rolle der Großschwabhausener Rückraumspieler in diesem Spiel spielen sollte, was aber klar war: „Handballspielen können die Jungs!“. Altenburg schaffte es kurz danach durch einen Siebenmeter verwandelt von Thomas Moosdorf auszugleichen. Bereits hier musste das Altenburger Team feststellen, dass dieses Spiel heute kein Zuckerschlecken werden würde, denn es dauerte bis zur neunten Minute, ehe das Altenburger Team erneut einen Durchbruch durch das Abwehrbollwerk der Gäste schlagen konnte. Gerade auch die gelbe Karte mit darauffolgender Zweiminutenstrafe gegen Kapitän Moosdorf machte sich im Spiel der Altenburger sichtlich bemerkbar.

Immer wieder brachte die Heimmannschaft ihren Kreisläufer in geschicktem Zusammenspiel mit seinen Teamkollegen Koch in Position und stellte die geschwächte Abwehr der Altenburger vor Herausforderungen, während die Altenburger an der Abwehrformation der Großschwabhausener scheiterten. Die Hoffnung war allerdings noch längst nicht verloren, denn gestärkt von ein paar Paraden der Altenburger Torhüter ließ es sich das Altenburger Team nicht nehmen, immer wieder mit voller Willenskraft den Weg durch die Abwehr der Heimmannschaft zu suchen. Es stand 8:4 und auch nach 15 Minuten war für uns noch klar, weshalb wir hergekommen waren. Wir wollten gewinnen! Mit jeder weiteren Minute des kräftezehrenden Spiels konnten wir jedoch zusehen, wie sich die uns immer wieder aufgezeigten Grenzen auf den Spielstand auswirkten und Matthias Koch munter sein siebentes Tor warf. 8:4 … 10:5 … 12:6… es startete eine Phase des Spiels, in der es auf beiden Seiten Verwarnungen und Zweiminutenstrafen hagelte, was uns die Chance dazu gab, Freiräume über unsere Außenpositionen freizuspielen. Die gleiche Gelegenheit bot sich unseren Gegnern allerdings auch, mit dem Unterschied, dass diese ihre Treffer meist im Altenburger Tor unterbringen konnten.

Lediglich Lukas Sosinka setze in dieser Phase noch ein weiteres Ausrufezeichen und schweißte den Ball nach einem Zeitspiel mit Gewalt unter die Großschwabhausener Latte. 16 Gegentore in 30 Minuten sind in Halbzeit eins sicher zu verschmerzen. Nur acht eigene Tore sind schlicht und ergreifend viel zu wenig. Gestärkt vom Willen das Spiel heute doch noch zu drehen und geschwächt von einer erneuten Zweiminutenstrafe kurz vor Beginn der Halbzeit ging es in die Kabine, in der wir zuerst unsere Blessuren begutachteten. Gerade Nick Maßow, der von allen wahrscheinlich am härtesten einstecken musste, wies die ein oder andere Abnutzungserscheinung auf. Wir entschieden uns weiter um jedes Tor zu kämpfen, wollten allerdings auch nicht unnötig wichtige Spielerressourcen verheizen. Ähnlich dachten sich das wahrscheinlich auch die Großschwabhausener, woraus sich eine zweite Halbzeit gemischt aus Brechstangenhandball und Hasenjagd entwickelte.

Zwar konnten die Altenburger nun einfacher als zu Beginn Tore über den Rückraum oder über die Außenposition erarbeiten, genauso einfach überliefen die Großschwabhausener allerdings auch die Altenburger Abwehr in simplen Tempogegenstößen. Ein Handballspiel, das man nach 30 Minuten wohl besser abpfeifen hätte sollen. Es ist allerdings auch ein Spiel, welches der Altenburger Mannschaft gezeigt hat, wo sie aktuell steht und wo es für sie hingehen kann, wenn alle noch eine Schippe draufsetzen.
Nils Böhme

Altenburg spielt mit: Steffen Theile (1), Sascha Klement (1), Nick Maßow (1), Lukas Sosinka (5), Marcus Pooch (1), Richard Ertzsänger (1), Thomas Moosdorf (8), Paul Fischer (2), Marcel Perkowski (1), Jacky Boy (TW), Nils Böhme (TW)

Annekathrin Leipnitz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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