Donnerstag , 8 Dezember 2022
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Die Luft wird dünner


Handball Thüringenliga Männer
SV Aufbau Altenburg – HSG Suhl/Goldlauer 31:40 (17:20)

Unter der Woche trainierte die erste Männermannschaft des SV Aufbau Altenburg sehr engagiert. Die Truppe von Trainergespann Christian Hoppe/ Sebastian Heilmann demonstrierte den unbedingten Willen, endlich wieder an die erfolgreiche Vorsaison anzuknüpfen. Doch mit der HSG Suhl/Goldlauter wartete kein leichter Gegner auf die Skatstädter. Vielmehr reiste der derzeitige Tabellendritte nach Ostthüringen – doch nach einem miserablen Start in die Spielzeit 2022/23 kann dieser Fakt für die Aufbau-Sieben keine Bedeutung mehr haben. Punkte müssen dringend her, um sich im Kampf um den Klassenerhalt endlich „freizustrampeln“.

Entsprechend engagiert gingen die Altenburger zu Werke und konnten die Partie in den ersten zehn Minuten (7:8) ausgeglichen gestalten. Danach stellte die HSG Suhl/Goldlauter das erste Mal ihre Qualitäten im Rückraum unter Beweis und setzte sich mit 7:10 ab. Coach Sebastian Heilmann versuchte mithilfe einer Auszeit den Zwischenspurt der Gäste zu unterbrechen, was ihm allerdings nur bedingt gelang. In der Folge rissen die Südthüringer das Spiel immer weiter an sich setzten sich zum 12:19 ab. Aufbau aber gab sich nicht auf, und hatte gegen die individuelle Klasse der Gäste eine Antwort parat: mannschaftliche Geschlossenheit! Binnen fünf Minuten kämpfte sich die Aufbau-Sieben trotz zeitweiliger Unterzahl wieder heran und verkürzte zum 17:20-Halbzeitstand.

Trotz der Favoritenrolle der Gäste präsentierten sich die Aufbau-Männer insbesondere zum Ende der ersten Halbzeit auf Augenhöhe, was für die zweiten 30 Minuten hoffen ließ. Doch es sollte anders kommen: Während die HSG Suhl/Goldlauter durch ihr schnelles Spiel immer wieder Lücken in der Abwehr der Skatstädter fand und sicher verwandelte, verzettelte sich das Team von Kapitän David Kießhauer im Angriff und traf zu häufig die falsche Entscheidung. Über die Stationen 19:26, 22:30 und 27:35 erspielten sich die Gäste einen sicheren Vorsprung, der zu keiner Zeit des Spiels mehr in Gefahr geriet. „Der Abstand blieb über weite Strecken konstant. Es war dann eigentlich ein munteres Spiel mit guten Szenen auf beiden Seiten. Aber von Abwehrarbeit war da bei beiden Teams nicht viel zu sehen“, fasste es Aufbau-Coach Heilmann zusammen. Trotz der am Ende deutlichen 31:40-Niederlage versäumte er es jedoch nicht zu erwähnen, dass Aufbau erneut ein Talent aus der eigenen Jugend zum Einsatz brachte: Youngstar Paul Kühn sammelte erste Erfahrungen in der Thüringenliga und brachte sich gut ein. „Das ist natürlich ein Luxus, den Suhl nicht aufweisen kann“, erklärte er angesichts des internationalen Kaders der Gäste.

In der kommenden Woche geht es für sein Team dann aber schon wieder um Alles: Im Derby gegen den HSV Ronneburg muss zwingend ein Sieg her, um die rote Laterne des Tabellenletzten abgeben zu können. Vor allem aber soll „der Bock endlich umgestoßen“ werden, um an die guten Ergebnisse des Vorjahres anzuknüpfen, sich auf die eigenen Stärken besinnen und wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Kießhauer, Köhler (beide im Tor), Krause (3 Tore), Matuszka, A., Engelhardt (1 Tor), Bauch, Bettels, Unger, Kühn, Borngräber (3), Kirmse (6), Schäfer (3), Matuszka, B. (6/6) und Kaldi (7)

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