Aktuelle Nachrichten

Teuer verkauft, leider nicht belohnt


Handball Thüringenliga Männer Landesmeisterschaft

SV Hermsdorf – SV Aufbau Altenburg 29:27 (13:13)

Die erste Männermannschaft des SV Aufbau Altenburg hat in der Landesmeisterschaft der Thüringenliga gegen den haushohen Favoriten aus Hermsdorf eine beeindruckende Leistung gezeigt. Trotz zahlreicher Ausfälle und eines enorm dezimierten Rückraums offenbarte das Team von Trainergespann Christian Hoppe/Sebastian Heilmann ihr Handballerherz und lieferte den Gastgebern ein Kampf bis zur letzten Minute.

Am Ende mussten die Skatstädter dem Mangel an Alternativen jedoch Tribut zollen und mit einer 29:27-Niederlage die Heimreise antreten. Einen Vorwurf konnte man der jungen Mannschaft allerdings in keiner Weise machen.

„Wir hatten nichts zu verlieren, schließlich war Hermsdorf als Tabellenführer in der Pflicht. Allerdings standen die Vorzeichen mit lediglich drei Rückraumspielerin für uns natürlich nicht besonders gut“, erklärte Co-Trainer Heilmann bereits vor dem Anpfiff. Sein Team ließ sich von den äußeren Umständen allerdings überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Dem Ziel, den Favoriten so lange wie möglich zu ärgern und sich nicht unter Wert zu kaufen, verliehen die Altenburger direkt mit dem Auftakt in die Partei eindrucksvoll Ausdruck. Über die Stationen 2:0 und 5:2 gingen zwar zunächst die Hausherren in Führung, dank eines bestens aufgelegten Torhüters David Kießhauer glichen die Skatstädter aber in der 12. Minuten zum 5:5 aus.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Nach dem 9:9 in der 20. Minuten waren es sogar die Gäste, die den Ton angaben und spielbestimmend wurden. Durch einen Zwischenspurt setzte sich die Truppe von Christian Hoppe zu Überraschung der zahlreichen Zuschauer gar auf 9:12 ab. Bis zur Halbzeit leisteten sie sich dann allerdings ein paar Fehler zu viel und mussten sich mit dem 13:13 Pausenstand zufrieden geben.

Doch hätte dies überhaupt jemand vor dem Spiel für möglich gehalten?
Bestens eingestellt und hoch motiviert ging die Mannschaft dann in die zweiten 30 Minuten. Ein Kampf auf Messers Schneide stand bevor – doch Aufbau behielt die Nerven! Erst führte die Mannschaft 18:20, in der 43. Minute dann sogar 20:23. Die dann gezückte Auszeit der Gastgeber sollte dann allerdings die Wende einleiten. Hermsdorf besann sich auf seine Qualitäten, glich wenig später zum 23:23 aus und hielt die Zügel nun wieder in der Hand. Zwar konnten die Aufbau-Herren trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Ronny Borngräber und damit ohne etatmäßigen Rückraumspieler noch bis zur 56. Minute (26:26) mithalten. Danach schwanden die Kräfte jedoch zusehends. Hermsdorf sicherte sich abgezockt, wenngleich keinesfalls überzeugend, die beiden Punkte und musste sich am Ende selbst eingestehen, dass ein Unentschieden an diesem Tag wohl das gerechtere Ende gewesen wäre. Naja, hätte, wenn und aber…

Am Ende hatten die Altenburger sich nicht für ihre tolle Mannschaftsleistung belohnt und standen mit leeren Händen und hängenden Köpfen da. Hochanzurechnen ist ihr aber ihr bedingungsloser Einsatz, der Kampfeswillen und die Moral. Drei Partien stehen für die Altenburger noch nun bevor – und wer weiß, vielleicht gelingt ihnen ja doch noch ein Punktgewinn in dieser Meisterschaftsrunde. Die Erwartungen haben sie mit der Teilnahme am Playoff sowieso längst übertroffen!

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Kießhauer, Reinhardt (beide im Tor), Engelhardt, Vogeler, Krause, Bertus, Bauch (jeweils 3 Tore), Bettels, Unger (5), Matuszka (5/5), Walzel (1), Kirmse (5) und Borngräber (2)

Artikel: Annekathrin Leipnitz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.