Dienstag , 9 August 2022
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Erklärung des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Oberbürgermeister Michael Wolf, vom 22. Oktober 2010.

Der Aufsichtsrat der TPT Theater und Philharmonie Thüringen GmbH hat am 21. Oktober 2010 getagt. Die Sitzung wurde unterbrochen. In der Sitzung wurde dem Aufsichtsrat durch die Geschäftsführung eine exakte Bewertung und Darstellung der Liquiditätsentwicklung monatsbezogen bis zum Ende der Spielzeit 2011/2012 vorgelegt. Im vorgenannten Betrachtungszeitraum ist im Ergebnis ein zusätzlicher Mindestfinanzbedarf von circa 1,8 Millionen Euro notwendig, um den Forbestand des Theaters zu sichern.

Dieser Fehlbetrag muss gegebenenfalls bei Nichterreichung avisierter Erlös- und Aufwandszielstellungen nach oben korrigiert werden. Nach diesen Betrachtungen ergeben sich konkrete Handlungserfordernisse, die nunmehr einzuleiten sind, wenn das Theater in seiner jetzigen Gesellschaftsform fortbestehen soll.

Sämtliche vorgelegten Zahlen wurden durch einen zusätzlichen externen Wirtschaftsprüfer hinsichtlich ihrer Plausibilität bewertet. Der Aufsichtsrat fasste Beschlüsse zur Untersuchung entsprechender Haftungsansprüche gegenüber bisherigen Verantwortung tragenden Personen in der Gesellschaft. Die Ursachen für das Finanzdefizit wurden abschließend festgestellt und bewertet. Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat wollen alle Möglichkeiten nutzen, um die Zahlungsfähigkeit des Theaters aufrecht zu erhalten. Dafür ist ein enger Zeitrahmen vorgegeben.

Die knappe Zeit muss mit aller Intensität genutzt werden, um Gespräche mit allen Beteiligten über ihre finanzielle Unterstützung zu führen. Voraussetzung für einen Erfolg ist darüber hinaus die uneingeschränkte Umsetzung des von der Geschäftsführung vorgetragenen strikten Spar- und Konsolidierungskurses im Betrachtungszeitraum. Die unterbrochene Aufsichtsratssitzung wird am Montag, 8. November 2010 fortgeführt.

 


In dieser Sitzung sollen die eingeleiteten und zukünftig umzusetzenden Maßnahmen hinsichtlich ihrer Effizienz und Nachhaltigkeit bewertet und gegebenenfalls bestätigt werden. Dann soll es eine Entscheidung über die Zukunft des Theaters geben. Die finanzielle Lage der Theater und Philharmonie Thüringen ist äußerst ernst und schwierig. Eine nachhaltige Sicherung der Existenz kann nur mit einer entschlossenen gemeinsamen Handlungsinitiative aller Verantwortung tragenden Instanzen erreicht werden. Parallel zu diesen Bemühungen wird selbstverständlich der rückhaltlose Aufklärungsprozess fortgesetzt.

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