Dienstag , 7 Dezember 2021
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„Ein Engel im Atelier“ – Publikation zum Gerhard-Altenbourg-Haus erschienen


Mit der Publikation „Ein Engel im Atelier“ widmet sich der Kunsthistoriker Prof. Dr. Dieter Blume im Rahmen einer Monografie der „Herzkammer“ des Gerhard-Altenbourg Hauses, dem Atelier. Das Buch, mit einem Nachwort von Dr. Roland Krischke, erscheint im November 2021 und wird von der Stiftung Gerhard Altenbourg herausgegeben.

Gerhard Altenbourg zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der jüngeren Geschichte. Am heutigen 22. November 2021 hätte der Künstler seinen 95. Geburtstag gefeiert. Sein Haus im Altenburger Braugartenweg zeugt noch heute an vielen Stellen von der großen Kunstfertigkeit seines früheren Besitzers. Mittelpunkt dieses künstlerischen Kleinodes ist das Atelier im Erdgeschoss, in dem mit seinem Tryptichon und dem „Engel an der Fensterwand“ gleich zwei Hauptwerke Altenbourgs zu sehen sind. Sie allein machen den Raum zu einem besonderen Ort der Kunst, in dem der Geist des 1989 verstorbenen Malers, Grafikers und Lyrikers bis heute fortlebt. Zahlreiche weitere Werke vereinen sich zu einem beeindruckenden Ensemble und machen das Atelier zu einem einzigartigen Hort moderner Kunst.

In einer neu erschienenen Monografie beschäftigt sich Dieter Blume, emeritierter Professor für Kunstgeschichten an der Friedrich-Schiller-Universität Jena diesem besonderen Raum. Er untersucht erstmalig seinen programmatischen Bildschmuck und stellt Fragen zur künstlerischen Inspiration, der Sexualität des antiken Mythos und des christlichen Glaubens. Zugleich verhandelt Blume die Einordnung der Kunst Altenbourgs in die vom Westen kommende Kunstrichtung des Informel. Bei seiner Betrachtung stellt der Kunsthistoriker die Einzigartigkeit der Werke heraus, die im steten Spagat zwischen künstlerischen Einflüssen Ost- und Westdeutschlands zu schwingen scheinen. Die Auseinandersetzung Dieter Blumes mit dem Atelier von den Ausstattungselementen bis hin zu architektonischen Eigenheiten erlaubt einen intensiven Einblick in diesen repräsentativen Raum.

Im Nachwort des Buches betrachtet Dr. Roland Krischke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gerhard Altenbourg und Direktor der Altenburger Museen, das gesamte Areal mit dem Haus des Künstlers und dem Garten, in dem bis 2013 die Schwester des Künstlers lebte. Er verdeutlicht abschließend die besondere Verantwortung der Stiftung Gerhard Altenbourg zum Erhalt dieses Ortes, der in deutschen Kunstlandschaft seinesgleichen sucht: „Es bleiben Haus und Garten als Aufgabe.“

Steven Ritter

Referent für Presse und Marketing

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