Dienstag , 18 Januar 2022
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Pläne für neues Lindenau-Museum vorgestellt

Im Rahmen eines Presserundgangs am 28. September 2021 stellten der Landkreis Altenburger Land und das Lindenau-Museum gemeinsam mit dem Architekten die aktuellen Pläne für das neue Lindenau-Museum Altenburg vor. Die Freundinnen und Freunde des national bedeutsamen Kunstmuseums können sich darauf freuen, dass das Haus nach seiner Neueröffnung weitgehend barrierefrei sein wird und eine Klimatechnik bekommt, die den Anforderungen bedeutender Kunstwerke Rechnung trägt. Darüber hinaus wird es mehr Fläche für Ausstellungen und Kunstschule geben sowie zeitgemäß eingerichtete Bereiche für Kasse, Shop und sanitäre Anlagen.

Uwe Melzer, Landrat des Landkreises Altenburger Land, verwies auf die bedeutende Förderung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen in Höhe von insgesamt 48 Millionen Euro, die diese Baumaßnahme erst ermöglicht habe. Die Grundlage dafür sei der vom Team des Lindenau-Museums 2017 vorgelegte Masterplan „Der Leuchtturm an der Blauen Flut. Das neue Lindenau-Museum und die Altenburger Trümpfe“ gewesen, in dem auf die Raumnot des Museums verwiesen und mit der Erweiterung um das Gebäude des Herzoglichen Marstalls eine schlüssige Alternative zu vielen in früheren Jahren vorgebrachten Plänen genannt worden sei.

Der Landrat erläuterte, dass dieser Presserundgang nur der Auftakt von weiteren Rundgängen in den kommenden Monaten und Jahren sei, bei denen dann andere Schwerpunkte wie zum Beispiel auf die restauratorischen Befunde im Gebäude, die aufwendige technische Ausstattung und die Ausstellungsgestaltung gesetzt werden sollen.

Museumsdirektor Dr. Roland Krischke erinnerte daran, dass dem Haus bereits in den 1960er-Jahren ein akuter Raummangel bescheinigt worden sei und es immer wieder Pläne für eine grundlegende Sanierung und Erweiterung gegeben habe. Zuletzt seien die Zustände kaum mehr zumutbar gewesen. Der fehlende Aufzug war nicht nur ein Problem für in ihrer Mobilität eingeschränkte Besucherinnen und Besucher, die gar nicht oder nur mit großer Mühe in die oberen Etagen gelangten. Auch für das technische Personal war das Fehlen eines vertikalen Beförderungsmittels für Lasten nicht nur beschwerlich, sondern ein steter Gefahrenherd. Die Depots waren zu klein, es mangelte an einer Klimatisierung, die für das Lindenau-Museum als Grundvoraussetzung für die Beteiligung am internationalen Leihverkehr sei, aber es fehlten auch zeitgemäße und für Gruppen ausreichende sanitäre Anlagen, entsprechende Garderoben, eine ausreichende Fläche für den Kassenbereich und ein Museumsladen mit einem angemessenen Angebot. Darüber hinaus seien die Büros ebenso veraltet gewesen wie die Räume der Kunstschule. „Es war höchste Zeit!“, so der Museumsdirektor. „Ein Haus mit national bedeutenden Sammlungen wie das Lindenau-Museum braucht Platz zum Atmen, aber auch zur Entwicklung. Wir blicken nun voller Optimismus in die Zukunft.“

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