Sonntag , 29 Januar 2023
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Letzten zehn Minuten kosten den Sieg

Handball Thüringenliga Männer
SV Aufbau Altenburg – HSG Werratal 05 25:28 (15:13)

Es ist und bleibt das große Manko dieser Spielzeit: Die Aufbau-Handballer schaffen es zu selten, über 60 Minuten ihre Leistung abzurufen. Gegen die favorisierten Gäste aus Werratal bestimmten die Altenburger über 55 Minuten das Spielgeschehen, am Ende standen sie jedoch wieder ohne Zählbares da. In der vorletzten Partie des Jahres kassierten die Skatstädter eine bittere 25:28 Niederlage, dabei sah es lange Zeit in der „Hölle Süd-Ost“ nach dem zweiten Saisonsieg aus.

Mit dem Auftakt in die 60 Minuten schienen die Mannen von Trainergespann Hoppe/Heilmann ihr Herz aufs Parkett legen zu wollen. Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten aus Werratal agierte die Aufbau-Sieben enthusiastisch und effizient. Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde (5:5, 14. Minute) konnten sich die Gastgeber das erste Mal absetzen und bestimmten fortan das Spiel. Über die Stationen 7:5, 9:6 und 11:8 bewies die Heimmannschaft tolle Teamarbeit. Insbesondere im Abwehrverband stellten die Altenburger ihre Gäste immer wieder vor Herausforderungen, die daraus resultierenden Ballgewinne münzten die Akteure geschickt in eigene Tore um. Co-Trainer Heilmann zeigte sich bis dahin sehr zufrieden: „Die gute Abwehr war der Grundstein für unsere Führung. Sicherlich leisten wir uns im Angriff ein paar Fehler zu viel. Aber wir haben zu diesem Zeitpunkt das Spiel bestimmt. Bis zur Pause waren wir die bessere Mannschaft“, bilanzierte er rückblickend. Konkret verabschiedete sich Aufbau Altenburg mit einer 15:13-Führung in die Pause, die den Wunsch nach den nächsten beiden Pluspunkten weiter wachsen ließ.

Der Start in die zweite Hälfte verlief ähnlich vielversprechend: Aufbau agierte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung weiter souverän und dominierte die Gäste von der Werra. Fünf Minuten danach führten die Skatstädter bereits 19:13 – eine Vorentscheidung!? Die Gäste präsentierten sich nicht von ihrer besten Seite, wirkten teilweise ideen- und kraftlos. Allerdings ließ sich Aufbau davon offenbar anstecken und produzierte nun selbst immer mehr Fehler und schwächelte im Torabschluss. Da die Gastgeber in der 52. Minute aber immer noch mit 25:22 führten, kehrte die Gewissheit auf den Rängen ein, dass die erste Männermannschaft im Stand sein wird, den Vorsprung über die Zeit zu retten.

Doch weit gefehlt: Aufbau verlor aus unerklärlichen Gründen völlig den Faden und brachte somit kurz vor Ultimo den Gegner wieder ins Rennen. Denn die erfahrenen Spieler aus Werratal witterten ihre Chance und nutzten plötzlich jegliche Fehler der Aufbau-Sieben aus. Während die Gäste ihre Routine wiederfanden, taumelten die Altenburger zusehends. Den Knockout verpasste sie den Skatstädtern dann mit ihrer ersten(!!!) Führung zum 25:26 in der 55. Minute. Davon erholten sich die Aufbau-Männer nicht mehr, präsentierten sie sich doch nun zu statisch im Angriff und hatten mit sechs Pfostentreffern in der Schlussphase zudem das Glück nicht mehr auf ihrer Seite.

„Am Ende ist das so eine unnötige und auch unglückliche Niederlage gewesen“, fasste Heilmann die Gemütslage seines Teams zusammen. „Wir müssen es dringend schaffen, über 60 Minuten lang konstant zu bleiben und an den Sieg zu glauben“, fügte er an. Zum Abschluss des Jahres geht es am 11. Dezember noch nach Eisenach, wo jetzt dringend Pluspunkte mit auf die Heimreise genommen werden müssen, um sich wieder etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Kießhauer, Köhler (beide im Tor), Krause (2 Tore), Vogeler (1), A. Matuszka (1), Engelhardt, Bauch, Bettels (2), Unger (4), Kirmse (5), Schäfer (2), B. Matuszka (4/3) und Kaldi (4)

Artikel: Annekathrin Leipnitz

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